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Nach den starken Auftritten in Lausanne wollen die Schweizer Leichtathleten heute Abend auch in Luzern brillieren.

Falls es noch einen weiteren Beweis gebraucht hätte, wie gut die Schweizer Leichtathletik mittlerweile ist, dann wurde dieser am vergangenen Donnerstag an der Athletissima in Lausanne erbracht. Kariem Hussein liess sich über 400 m Hürden in einem guten Feld gar als Sieger feiern. Mit 48,79 Sekunden lief der Europameister von 2014 erstmals in diesem Jahr unter 49 Sekunden. Darauf will der 28-jährige Thurgauer in Luzern aufbauen. "Ich fühle mich sehr gut", sagte Hussein. Es gelte aber immer noch, im Hinblick auf die Weltmeisterschaften (4. bis 13. August) den Rhythmus und die Form zu finden.

Dass Hussein in der Vorbereitung weitere Fortschritte erzielt hat, ist unbestritten, diese aber umzusetzen, ist alles andere als einfach. "Ich kann es jeweils selber kaum glauben, aber Anfang Saison fängt alles wieder bei Null an. Es braucht fünf, sechs Rennen, um wieder zu wissen, wie man laufen muss. Du holst dir die Erfahrungen mit den Wettkämpfen", erklärte Hussein. Zu den grossen Herausforderungen gehört es beispielsweise, trotz der längeren Schritte die Frequenz zu halten.

In Luzern will er in erster Linie sein Rennen machen, um denjenigen Rhythmus zu finden, den er an der WM braucht. Selbstredend möchte er er auch um den Sieg ein Wörtchen mitreden. "Niemand will Zweiter werden, auch wenn du auf dem Papier nicht die Nummer 1 bist. Gerade in der Schweiz willst du immer gewinnen", so Hussein. Die Konkurrenz ist aber auch auf der Allmend gross. Mit den Amerikanern Quincy Downing, der Nummer 3 in der aktuellen Weltjahresbestenliste, und Bershawn Jackson, dem Weltmeister von 2005, sowie dem Puerto Ricaner Javier Culson, dem Olympia-Dritten von 2012, sind drei Athleten gemeldet, die heuer schon schneller als Hussein gelaufen sind.

Kambundji gegen Sprunger über 200 m

Ein spannendes Schweizer Duell ist über 200 m zu erwarten, treffen doch Mujinga Kambundji und die formstarke Lea Sprunger aufeinander. Letztere entriss Kambundji im vergangenen Juli den Rekord auf dieser Strecke. Diese Tatsache motiviert die Bernerin aber nicht speziell. Natürlich möchte sie die Bestmarke wieder zurückholen, dafür müsse aber viel zusammenpassen, sagte Kambundji. "Es ist ein sehr guter Rekord. Das wird schwierig." Mit dem Saisonstart war die Schweizer Vorzeigesprinterin, die auf der Allmend über 100 und 200 m antritt, nur bedingt zufrieden. Sie spüre nun aber, dass es aufwärts geht.

Einiges zu erwarten ist auch von Stabhochspringerin Nicole Büchler, die am Sonntag beim 2. Rang am Diamond-League-Meeting in London mit 4,73 m eine persönliche Saisonbestleistung aufstellte. Die 33-jährige Seeländerin geht als Favoritin in den Wettkampf.

Die Organisatoren stellten einmal mehr ein starkes Feld zusammen. Insbesondere der Hürdensprint der Frauen ist exzellent besetzt. Mit dabei ist auch die nach Verletzungen wieder erstarkte Australierin Sally Pearson, die Olympiasiegerin von 2012 und Weltmeisterin von 2011. Im gleichen Rennen versucht Noemi Zbären, die WM-Limite von 12,98 Sekunden zu unterbieten. Die Emmentalerin ist einsatzfähig, obwohl sie an der Athletissima eine Prellung an der linken Wade erlitten hat. Im Speerwurf der Männer ist der deutsche Olympiasieger Thomas Röhler am Start.

SDA-ATS