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Erstmals in der Olympiageschichte endet ein Bobrennen ohne einen Schweizer in den Top Ten.

Rico Peter (11.) und Clemens Bracher (16.) hatten mit der Spitze nichts zu tun. Dafür freuten sich der Kanadier Kripps und der Deutsche Friedrich zeitgleich über Gold.

Im Ziel lagen sich zwei Konkurrenten in den Armen und freuten sich uneingeschränkt. Die Kanadier Justin Kripps/Alexander Kopacz und die Deutschen Francesco Friedrich/Thorsten Margis sorgten nach vier Läufen im Alpensia Sliding Centre für das zweite "tote Rennen" der Olympiageschichte. Von solchen Freudentänzen konnten die Schweizer nur träumen.

Zweimal - 1964 im Zweier der Männer und 2010 im Zweier der Frauen - hatte der beste Schweizer den 10. Platz belegt. In Pyeongchang kamen Rico Peter/Simon Friedli als 11., Clemens Bracher/Michael Kuonen als 16. ins Ziel. Sie konnten sich am zweiten Tag zwar noch etwas steigern, das schlechteste Schweizer Resultat der Geschichte aber nicht mehr verhindern. Der angestrebte Diplomrang lag in weiter Ferne.

Im Zweier hatte man bei Swiss Sliding vor allem auf den Aufsteiger Clemens Bracher gesetzt. Er konnte jedoch das Handicap der fehlenden Fahrten in Südkorea nicht wettmachen. Er hatte erst letzte Woche erstmals in Pyeongchang trainieren können, da er im letzten Jahr noch nicht weit oben auf dem Radar mit den Schweizer Olympiakandidaten war. Zudem sind seine Kufen eher für wärmere Bedingungen geeignet als für die kalten Temperaturen in Pyeongchang. Angesichts seines beschränkten Budgets sei dieses Manko aber nicht zu beheben gewesen, erklärte der 31-jährige Emmentaler.

Er sei enttäuscht, könne sich aber nicht allzu grosse Vorwürfe machen. "Das Ziel war, im Rennen die besten vier seiner insgesamt 14 Fahrten zu zeigen, und das war der Fall."

Rico Peter setzte von Vornherein die grösseren Hoffnungen auf den Vierer und nahm das Abschneiden voll und ganz auf seine Kappe. "Den 1. Lauf habe ich verhauen, das darf nicht sein", sagte der 34-jährige Aargauer. In den restlichen drei Durchgängen fuhr er jeweils in die Top Ten und zeigte, dass er die Bahn grundsätzlich im Griff hat. Für mehr ist er am Start athletisch nicht stark genug, ein Handicap, das im Vierer weniger stark ins Gewicht fällt.

Was für eine Show!

In anderen Sphären bewegten sich die Topleute. Sie lieferten sich das spannendste Olympiarennen der Geschichte. Der Weltcup-Gesamtsieger Justin Kripps fuhr als zweiter Kanadier zu Olympia-Gold - und bereits Pierre Lueders teilte sich 1998 in Nagano seinen Sieg (mit dem Italiener Günther Huber). Diesmal war es der vierfache Weltmeister Francesco Friedrich, der auf die Hundertstelsekunde genau gleich schnell fuhr und seine erste Olympiamedaille holte. Der drittplatzierte Lette Oskars Melbardis lag ebenfalls nur fünf Hundertstel zurück.

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SDA-ATS