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13 Monate nach dem Gewinn der Olympia-Bronzemedaille in Sotschi sind die Schweizerinnen an der Eishockey-WM in Malmö ab heute nicht mehr die Jägerinnen, sondern die Gejagten.

Es war eine der unerwarteten Medaillen, welche die Schweizer Delegation im Februar 2014 von den Olympischen Spielen nach Hause brachte. Quasi aus dem Nichts spielten sich die Eishockeyanerinnen dank einem 4:3-Sieg im Spiel um Bronze gegen Schweden und ihren emotionalen Auftritten in die breite Öffentlichkeit. Nun folgt für die Schweizerinnen das erste offizielle Turnier seit dem "Märchen von Sotschi".

Anders als bei den Männern sind Weltmeisterschaften bei den Frauen in etwa gleich stark besetzt wie Olympia-Turniere. Insofern ist die Ausgangslage für die Schweiz in Malmö die selbe wie vor Sotschi. Hinter den "unantastbaren" Kanadierinnen und Amerikanerinnen gehören die Schweizerinnen zu den vielen Kandidaten für den dritten Platz auf dem Podest. Aber gleich wieder eine Medaille - die dritte seit 2012 nach Bronze an Olympia und an der WM 2012 - zu fordern, wäre vermessen.

Neu ist der Trainer: Der ehemalige Schweizer Internationale Gian-Marco Crameri übernahm das Amt von Erfolgscoach René Kammerer, der nach Sotschi und zehn Jahren auf dem Höhepunkt zurückgetreten war. Crameri ist sich der Schwierigkeit der kommenden Aufgabe bewusst. "Mental ist das keine einfache Aufgabe für die Spielerinnen. Der Respekt muss vor allen Gegnerinnen gross sein. Wir sind jetzt und in den nächsten Jahren die Gejagten, nicht mehr die Jägerinnen."

Dank dem Erfolg in Sotschi sind die Schweizerinnen in der Weltrangliste derzeit auf Platz 3 und damit so gut wie noch nie klassiert. Weil die Gruppeneinteilung für die WM aber auf dem Ranking nach den Titelkämpfen 2013 basiert (damals waren sie die Nummer 5 der Welt), treten die Schweizerinnen in Malmö in der "unteren Gruppe" B an. Dort treffen sie auf den Gastgeber sowie auf Deutschland und Japan. In der Gruppe A spielen Kanada, die USA, Russland und Finnland.

Der Modus ist identisch mit jenem von Sotschi. Deshalb haben die Schweizerinnen anders als an Olympia die Viertelfinal-Qualifikation nicht auf sicher. Crameris Auswahl muss also in der Gruppe B mindestens Platz 2 erreichen, um sich für die Viertelfinals gegen den Dritten oder Vierten der Gruppe A zu qualifizieren. Ansonsten spielt die Schweiz gegen den Abstieg.

Zeit, um ins Turnier zu finden, haben die Schweizerinnen keine. Denn zum Auftakt trifft die Equipe heute auf Deutschland und am Tag darauf auf Schweden. Dies dürften die beiden Schlüsselspiele im Hinblick auf die Viertelfinal-Qualifikation sein. Gegen die Deutschen lautet die Bilanz seit Sotschi 1:1, gegen die Schwedinnen spielte die Schweizer Auswahl seit dem Spiel um Olympia-Bronze nie mehr. Schief gingen die Hauptproben: Diese Woche verloren die Schweizerinnen die letzten zwei Testspiele gegen WM-Gegner Japan (1:3, noch nicht in Bestbesetzung angetreten) und Russland (1:2), den Viertelfinal-Gegner von Sotschi.

Dass sich das Interesse am Frauen-Eishockey seit Olympia vergrössert hat, zeigt sich nicht nur daran, dass erstmals überhaupt mehr als 1000 Schweizerinnen eine Lizenz gelöst haben, sondern auch, dass das Schweizer Fernsehen einige Spiele - unter anderen die Partie gegen Schweden - live überträgt.

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SDA-ATS