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Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft liegt im WM-Playoff gegen die Niederlande arg in Rücklage. Um sich doch noch für die WM 2019 zu qualifizieren, braucht sie nun ein sportliches Wunder.

Nach Ausreden suchte im Lager der Schweizer nach dem klaren 0:3 am Freitag im mit 25'000 Zuschauern ausverkauften Stadion Galgenwaard in Utrecht niemand. "Man kann denjenigen, die auf dem Platz gestanden sind, keinen Vorwurf machen", sagte Laurent Prince, der Technische Direktor des Schweizerischen Fussballverbandes. "Das Resultat widerspiegelt die sportliche Realität, den Unterschied zwischen uns und dem Europameister.“

Eine Halbzeit lang ging der Plan der Schweizerinnen auf. Die defensive Organisation funktionierte, die Niederländerinnen kamen zwar im ersten Durchgang zu ersten Torchancen, wirklich gefährlich wurde es mit Ausnahme des Aluminiumtreffers von Lieke Martens in der 5. Minute aber selten. Die Schweizer Torhüterin Gaëlle Thalmann musste erst kurz vor der Pause erstmals eingreifen.

Als Thalmann kurz nach Wiederanpfiff erneut gefordert gewesen wäre, liess sie sich durch den Freistoss von Sherida Spitse düpieren. Das 0:1 brach den Bann, der Kräfteverschleiss auf Seiten der jungen SFV-Auswahl wurde mit Fortdauer der Partie spürbar. "Wenn es länger 0:0 bleibt, gewinnst du Energie, um die Wege zu gehen, die unangenehm sind", sagte Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenburg.

Der zweite und dritte Gegentreffer waren die logische Folge der spielerischen Überlegenheit des Gastgebers, womit die Chancen der Schweizerinnen, eine Überraschung zu schaffen und sich zum zweiten Mal nach 2015 für eine WM zu qualifizieren, auf ein Minimum gesunken sind. "Zu 80 Prozent ist das Ding durch, da müssen wir realistisch sein", sagte Voss-Tecklenburg. "Aber wir wollen uns noch einmal beweisen und aus den Fehlern lernen."

Ein Sieg mit mindestens drei Toren Unterschied ist im Rückspiel am Dienstag gefordert - nach den Eindrücken vom Freitag eine fast unlösbare Aufgabe. Immerhin wird Voss-Tecklenburg in Schaffhausen im letzten Länderspiel ihrer fast siebenjährigen Amtszeit wieder auf Ramona Bachmann zählen können. Die Stürmerin des FC Chelsea wurde in Utrecht schmerzlich vermisst. "Sie ist ein wichtiger Faktor für unser Angriffsspiel", sagte Lia Wälti. "Nun müssen wir Risiken eingehen. Zu verlieren haben wir nichts mehr, wir können nur noch gewinnen."

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SDA-ATS