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Fussball - In Lyon steht GC in der 3. Runde der CL-Qualifikation vor einer nur schwer zu lösenden Aufgabe. Aber nicht alles spricht vor dem Duell mit dem früheren französischen Serien-Meister gegen GC.
Am Montag machten sich die Grasshoppers im Bus auf den Weg nach Lyon. Nur 420 Kilometer trennt Zürich von der drittgrössten französischen Stadt. In Yverdon gab es Mittagessen, Zeit sich kurz die Beine zu vertreten und am Abend das Training im Stadion Gerland. Und bereits am Dienstag, unmittelbar nach der Partie, geht es zurück nach Zürich. So sei es ideal, meint Trainer Michael Skibbe, selbst wenn die Busreise nicht unbedingt den Gepflogenheiten im Europacup entspricht. Normalerweise werden auch kleinere Reisen mit dem Flugzeug absolviert.
Doch der Bus passt im positiven Sinne zu GC. Die Zürcher machen auf und neben dem Spielfeld den Eindruck, dass sie nicht vergessen haben, woher sie kommen, dass sie noch vor nicht so langer Zeit am Rande des Abgrundes standen. Nun spielen sie in den nächsten Wochen um den Einzug in die Gruppenphase der Champions League, und sie können zumindest die erste Aufgabe, heute in Lyon, mit einer gewissen Gelassenheit angehen. In der Meisterschaft haben sie in den ersten drei Runden mehr als bloss die Pflicht erfüllt. Mit sieben Punkten auf dem Konto kann man sich befreiter auf ein neues Ziel konzentrieren.
Die Hürden auf dem Weg zum grossen Fussball und vielen Geld sind beachtlich. Hält man sich bloss an die nackten Zahlen, an die Papierform, ist es eine unmögliche Mission. Auf einen Exploit gegen Lyon müsste ein weiterer folgen, womöglich gegen Arsenal, Schalke oder Milan. Doch damit muss sich GC vorerst nicht beschäftigen. Die oberste Devise, wenn der Weg besonders schwierig scheint: einen Schritt nach dem anderen machen. Die Doppelbelastung Meisterschaft - Europacup ist deshalb auch ein mentaler Test. Einen ersten dieser Sorte, wenn auch einen kräfteraubenden, bestand GC am Samstag beim 4:2 gegen Aarau schon mal.
"Lyon nicht mehr so stark wie auch schon"
Das Duell gegen Lyon ist drei Tage nach dem Spiel gegen den Aufsteiger schon eher eine Kür. Drei Jahre nach ihrem letzten Auftritt im Europacup - in der Europa-League-Qualifikation gegen Steaua Bukarest - haben die Zürcher nicht viel zu verlieren. Es ist ein Duell David gegen Goliath, sagt Skibbe. "Wir müssen ein sehr gutes Spiel machen, um eine Chance zu haben", betont Stéphane Grichting, der Verteidiger mit jahrelanger Frankreich-Erfahrung, bemerkt aber auch: "Lyon ist sicher nicht mehr so stark wie auch schon."
In der letzten Saison verpasste Lyon die Champions League zum ersten Mal nach zwölf Teilnahmen in Folge. Auch deshalb musste der Klub den Gürtel zuletzt enger schnallen. Die Namen der Spieler sind nicht mehr so klingend wie noch zu seiner besten Zeit, zwischen 2002 und 2008, als Lyon siebenmal in Folge die Ligue 1 gewann. Der Blick auf die Kaderliste lässt wohl keinen GC-Spieler in Ehrfurcht erstarren.
GC ohne Ben Khalifa
Die Grasshoppers werden in Lyon wahrscheinlich eine Spur defensiver auftreten als gewohnt. Es gehe jetzt auswärts schliesslich nicht zuletzt darum, wenig Tore zu kassieren und sich eine gute Ausgangslage für das Rückspiel am nächsten Dienstag zu erarbeiten, meint Skibbe. Er spricht von kontrollierter Offensive. Dabei kann er nicht auf Nassim Ben Khalifa zählen. Der Stürmer steht weder im Hin- noch im Rückspiel zur Verfügung, weil er vor zwei Jahren mit den Young Boys gegen Braga die Rote Karte gesehen hatte.
Ben Khalifa ist einer dieser GC-Spieler, von denen Lyons Coach Rémi Garde sagte, er beobachte sie schon seit einigen Jahren. Garde äusserte sich - wie das in solchen Fällen üblich ist - respektvoll über den Gegner. Es steht aber ausser Zweifel, dass für die Franzosen ein Weiterkommen Pflicht ist.

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SDA-ATS