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Schwierige Hebung des Havarie-Schiffs "Merlin" in Basel

Die Bergung des Havarie-Schiffs "Merlin" in Basel erweist sich weiterhin als schwierig. Die Bergungsmannschaft konnte den seit August beim Dreiländereck kieloben im Rhein liegenden Schiffsrumpf zwar leicht anheben. Wie lange die Bergung noch dauern wird, blieb indes offen.

Bis nach Mittag sei das gekenterte Kiesschiff um rund 30 Zentimeter angehoben worden, sagte Bergungsmeister Thomas Schweizer, Direktor des "Merlin"-Eigners Schweizer Wasserbau AG. Ein auf einem schwimmenden Ponton installierter Raupenkran hatte die "Merlin" zuvor an den Haken genommen und mit Zugbewegungen begonnen.

Von einem zweiten Schiff aus wurden die Zugbewegungen unterstützt über Stahldrähte, die mit Handkurbeln gespannt wurden. Nach dem ersten Anheben strebten die Bergungsleute an, über den "toten Punkt" hinüber zu kommen, nach dessen Überwindung die "Merlin" von selbst in Normallage kippen könnte.

Diffizile Hebungsarbeiten

Es gelte dabei allerdings, heftige Bewegungen zu vermeiden, da es sonst gefährlich werden könne, sagte Schweizer vor Medienleuten. Ausserdem leisteten Luftkammern im Doppelwand-Rumpf der "Merlin" den Zugbewegungen Widerstand. Am Nachmittag stieg daher ein Taucher ins Wasser, um eine der Kammern zu fluten.

Die Arbeiten waren indes diffizil und mit viel Unwägbarkeiten belastet. Bis am späten Nachmittag konnte das Schiff daher nicht mehr gedreht werden, wie Hafensprecher Simon Oberbeck sagte.

Das Anheben des 52-Meter-Schiffs war ursprünglich bereits auf Montag angesetzt gewesen, hatte dann aber verschoben werden müssen; zuerst wurde ein zweites Schiff in Position gebracht, um die "Merlin" zusätzlich zu sichern. Bei weiterhin eher tiefem Pegelstand konnten dann am Morgen die Hebungsarbeiten beginnen.

Seit August kieloben im Rhein

Das mit einem Bagger bestückte Kiesschiff "Merlin" war am 4. August auf dem Rhein ausser Kontrolle geraten und gekentert. Darauf krachte ein Passagierschiff, das gerade abgelegt hatte, beim Wenden in den Havaristen und danach in ein anderes, vertäutes Passagierschiff. Verletzt wurde niemand. Die "Merlin" liegt seither gesichert oberhalb der Einfahrt des Basler Rheinhafens Kleinhüningen.

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