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Einsiedeln SZ - Das Schwyzer Verhöramt hat nun auch die letzte der fünf Strafuntersuchungen gegen Geistliche des Klosters Einsiedeln wegen sexueller Übergriffe eingestellt. Grund: Die Tat ist verjährt, sie geschah in den frühen neunziger Jahren.
Georg Boller, Schwyzer Untersuchungsrichter, bestätigte am Montag auf Anfrage entsprechende Aussagen des zuständigen Untersuchungsrichters Charles Fässler in der "NZZ am Sonntag".
Zudem habe sich auch kein konkreter Sachverhalt erstellen lassen, wird Fässler weiter zitiert. Denn sowohl das mutmassliche Opfer, das zur Tatzeit älter als 16-jährig gewesen sei, als auch der mutmassliche Täter hätten von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht.
Eingestellt wurden auch die vier anderen Verfahren gegen Geistliche des Klosters Einsiedeln. Diese sind ebenfalls verjährt. Es handelte sich um Fälle wegen mutmasslicher sexueller Übergriffe aus den siebziger, achtziger und aus den frühen neunziger Jahren.
Die Untersuchungen hätten gezeigt, dass von systematischen sexuellen Übergriffen im Kloster Einsiedeln keine Rede sein könne, sagte Fässler weiter gegenüber der "NZZ am Sonntag".
Noch keine Erkenntnisse aus externen UntersuchungenUnabhängig von diesen fünf Strafuntersuchungen des Verhöramts setzte das Kloster Einsiedeln Ende März eine externe Untersuchungskommission ein. Diese soll Vorfälle von sexuellen Übergriffen aufarbeiten und untersuchen. Das Gremium wird von Pius Schmid, ehemaliger Sonderstaatsanwalt des Kantons Zürich, geleitet.
Was die Kommission bisher herausgefunden hat und wie lange die Untersuchungen noch dauern werden, ist noch nicht bekannt. Pater Alois Kurmann, Pressesprecher des Klosters Einsiedeln, bestätigte am Montag einen entsprechenden Beitrag im Regionaljournal Zentralschweiz von Schweizer Radio DRS vom Sonntag.

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SDA-ATS