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Automobil - Sebastian Vettel sichert sich im Grand Prix von Indien wie erwartet den vierten WM-Titel in Folge. Der Deutsche tut dies standesgemäss mit einem weiteren hoch überlegenen Sieg.
Die Titelentscheidung in der Formel 1 war seit geraumer nur noch Formsache. Zu überlegen treten Vettel und Red Bull seit dem Ende der Sommerpause auf, als dass sich der Konkurrenz die Möglichkeit geboten hätte, den neuerlichen Triumph zu verhindern. Vettel nutzte die Dominanz weidlich aus und gewann seit Wiederaufnahme des Rennbetriebes Ende August in Belgien sämtliche sechs Rennen. In Noida wahrte er mit dem dritten Sieg zudem seine Ungeschlagenheit - und zwar sowohl im Qualifying als auch im Rennen.
Als vierfacher Weltmeister tat Vettel den nächsten Schritt in der Geschichte der Formel 1 - und ein Ende ist nicht abzusehen. Der Hesse ist schliesslich erst 26-jährig. Mehr Titel haben nur noch Michael Schumacher (7) und Juan Manuel Fangio (5) in den Anfangsjahren der 1950 ins Leben gerufenen Weltmeisterschaft eingeheimst. Wie Vettel hat auch Alain Prost vier Titel in seinem Palmarès stehen.
Für seinen zehnten Sieg in der laufenden Saison (und den 36. insgesamt) hatte Vettel eine ungewöhnliche Massnahme zu ergreifen. Wegen der äusserst stark abbauenden weichen Reifen nahm er bereits nach zwei Runden den ersten Boxenstopp vor. Das Handicap, dadurch bis auf Platz 17 durchgereicht zu werden, machte er allerdings in Kürze wieder wett und tauchte schon nach 20 der 60 Runden hinter Teamgefährte Mark Webber an zweiter Stelle auf.
Die endgültige Führung übernahm Vettel, weil der mit der härteren Reifenmischung gestartete Australier seine Fahrt noch zweimal unterbrechen musste. Wenig später war der Auftritt Webbers wegen Getriebe-Problemen beendet. Trotz Webbers Ausfall sicherte sich Red Bull auch vorzeitig den Titel in der Konstrukteure-Wertung. Auch für die "Bullen" war es der vierte Triumph in Folge.
Vettel siegte mit dem gigantischen Vorsprung von fast 30 Sekunden auf Landsmann Nico Rosberg im Mercedes. Zum dritten Mal hintereinander Dritter wurde Romain Grosjean im Lotus. Der für Frankreich fahrende Genfer, der das Rennen lediglich aus Position 17 in Angriff genommen hatte, wurde für das Wagnis belohnt, nur einen Stopp einzulegen.
Das Team Sauber ging nach vier Grands Prix hintereinander mit Punkte-Gewinnen leer aus. Esteban Gutierrez wurde Fünfzehnter, Nico Hülkenberg schied aus, nachdem er bis sechs Runden vor Schluss an achter Stelle gelegen hatte. Gutierrez, bereits mit dem Handicap von Startplatz 16 angetreten, wurde auch von den Stewards eingebremst. Wegen eines Frühstarts musste er einmal den Umweg durch die Boxengasse nehmen und fiel so aus allen Traktanden. Bei einer zweiten Untersuchung durch die Rennleitung hatte Gutierrez mehr Glück. Den mehrmaligen Spurwechsel zur Verteidigung seiner Position gegen Romain Grosjean wurde als legal taxiert. Das gleiche Urteil fällten die Stewards nach einem Überholmanöver Hülkenbergs gegen Valtteri Bottas. Der Deutsche hatte dabei kurz die Rennstrecke verlassen.
Im Kampf um Rang 7 in der Team-Wertung hatte der Nuller nur geringe Konsequenten. Toro Rosso als achtplatzierte Equipe gewann mit Daniel Ricciardo als Zehntem nur einen Punkt dazu. Dagegen ist der Rückstand auf das sechstplatzierte Force India wieder angewachsen. Das britisch-indische Team durfte sich dank der Ränge 8 und 9 von Paul di Resta und Adrian Sutil 6 Punkte gutschreiben lassen.
Noida. Grand Prix von Indien. Schlussklassement: 1. Sebastian Vettel (De), Red Bull-Renault. 2. Nico Rosberg (De), Mercedes, 29,8 zurück. 3. Roman Grosjean (Fr/Sz), Lotus-Renault, 39,8. 4. Felipe Massa (Br), Ferrari, 41,6. 5. Sergio Perez (Mex), McLaren-Mercedes, 43,8. 6. Lewis Hamilton (Gb), Mercedes, 52,4. 7. Kimi Räikkönen (Fi), Lotus-Renault, 67,9. 8. Paul di Resta (Gb), Force India-Mercedes, 72,8. 9. Adrian Sutil (De), Force India-Mercedes, 74,7. 10. Daniel Ricciardo (Au), Toro Rosso-Ferrari, 76,2. 11. Fernando Alonso (Sp), Ferrari, 78,2. Ferner: 15. Esteban Gutierrez (Mex), Sauber-Ferrari. - Ausgeschieden u.a.: Nico Hülkenberg (De), Sauber-Ferrari.
WM-Stand (16/19). Fahrer: 1. Vettel 322 (Weltmeister). 2. Alonso 207. 3. Räikkönen 183. 4. Hamilton 169. 5. Webber 148. 6. Rosberg 144. 7. Grosjean 102. 8. Massa 102. 9. Button 60. 10. Di Resta 40. 11. Hülkenberg 39. 12. Perez 33. 13. Sutil 28. 14. Ricciardo 19. 15. Vergne 13. 16. Gutierrez 6. 17. Maldonado 1. - Teams: 1. Red Bull-Renault 470. 2. Mercedes 313. 3. Ferrari 309. 4. Lotus-Renault 285. 5. McLaren-Mercedes 93. 6. Force India-Mercedes 68. 7. Sauber-Ferrari 45. 8. Toro Rosso-Ferrari 32. 9. Williams-Renault 1.

SDA-ATS