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Im umstrittenen Strafprozess gegen den russischen Oppositionsführer Alexej Nawalny wegen Untreue hat die Anklage sechs Jahre Haftstrafe in einem Arbeitslager ohne Bewährung gefordert. Nawalny habe als Berater einer Holzfirma bewusst Eigentum des Unternehmens veruntreut.

Dies sagte Staatsanwalt Sergej Bogdanow am Freitag der Agentur Interfax zufolge in seinem Plädoyer. Der Strafantrag der Ermittlungsbehörden an das Gericht in der Stadt Kirow, rund 900 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Moskau, sehe auch eine Geldbusse von einer Million Rubel (gut 28'600 Franken) vor, schrieb Nawalny am Freitag im Online-Kurzbotschaftendienst Twitter.

In dem Mitte April angelaufenen Prozess wird Nawalny beschuldigt, die Regionalregierung in Kirow durch zu billige Holzverkäufe um umgerechnet knapp 500'000 Franken geprellt zu haben. Er soll dafür seine Kontakte als damaliger Regierungsberater ausgenutzt haben. Bei einer Verurteilung würde er auch das Recht auf eine politische Betätigung verlieren.

Die Opposition und der Westen sehen den Prozess gegen die Galionsfigur der Protestbewegung als weiteren Versuch von Russlands Präsident Wladimir Putin, seine politischen Gegner auszuschalten. Nawalny deckte nicht nur mehrere Korruptionsfälle auf, er gehörte auch zu den Anführern der Massenproteste gegen die Parlamentswahl Ende 2011.

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SDA-ATS