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Havanna - Kuba will weitere sechs politische Häftlinge nach Spanien ins Exil ausreisen lassen. Das teilte die katholische Kirchenführung am Freitagabend in Havanna mit.
Die sechs gehören zu einer Gruppe von 75 Oppositionellen, die 2003 unter dem Vorwurf, Spione der USA zu sein, zu langen Haftstrafen verurteilt worden waren. Sie sollen nun direkt aus dem Gefängnis zu einem Flugzeug gebracht werden, mit dem sie und Familienangehörige nach Spanien ausreisen.
Unter dem Druck der internationalen Gemeinschaft und unter Vermittlung der katholischen Kirche hatte die kubanische Regierung Anfang Juli zugestimmt, die noch einsitzenden 52 Häftlinge sukzessive aus der Haft zu entlassen und auszuweisen. Bisher sind 20 von ihnen nach Spanien ausgereist. Die internationale Gemeinschaft begrüsste die Freilassung.
Die Freigelassenen gehören zu den insgesamt 75 Kubanern, die 2003 bei einer Aktion gegen Regierungsgegner festgenommen worden waren. Die anderen wurden bereits auf Bewährung entlassen.
Die USA, die Kuba seit 48 Jahren weitgehend boykottieren, fordern die Freilassung aller politischen Gefangenen. Präsident Raúl Castro sagte kürzlich in einer Rede vor dem Parlament, die Freilassung "konterrevolutionärer Häftlinge", sei eine souveräne Entscheidung des Landes. Dissidenten würden auch künftig als Verräter und Söldner der USA betrachtet und entsprechend behandelt.
Seit Raúl Castro 2008 das Amt von seinem kranken Bruder Fidel übernommen hat, sank die Zahl politischer Häftlinge um etwa 50 Prozent, wie die illegale, aber geduldete kubanische Menschenrechtskommission mitteilte. Ihrer Schätzung nach werden nach der Freilassung der 52 noch etwa 100 in den Gefängnissen sitzen.

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SDA-ATS