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Seco und KOF korrigieren BIP-Prognose leicht nach unten

Der Frankenschock von Mitte Januar wirkt noch immer nach. Sowohl das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) wie auch die Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich haben ihre Wachstumsprognosen nach unten korrigiert.

Die KOF geht 2015 noch von einem BIP-Wachstum von 0,7 Prozent und 2016 von 1,1 Prozent aus. Die Werte liegen etwas unter den Zahlen, die die KOF Anfang Oktober errechnet hatte (2015: +0,9 Prozent / 2016: +1,4 Prozent)

Die globale Konjunktur habe sich jüngst abgeschwächt, was in erster Linie den Schwellenländern geschuldet sei, schreibt die KOF in einer Mitteilung am Donnerstag. Die brasilianische wie auch die russische Wirtschaft leiden demnach unter der wirtschaftlichen Abkühlung, unter anderem aufgrund des tiefen Ölpreises und, im Falle Russlands, aufgrund internationaler Sanktionen.

Die Forscher weisen zudem darauf hin, dass das Konsumwachstum in den USA, welches eine massgebliche Stütze der US-Wirtschaft ist, gegenüber dem Sommerhalbjahr deutlich nachgelassen hat. Dennoch setze sich der Aufschwung in den USA fort. Positive Signale für die Schweizer Wirtschaft kämen auch aus dem Euroraum, dessen Wirtschaft allmählich wieder wachse, heisst es weiter.

Linderung ab Mitte 2016

Der durch die Aufhebung des Euromindestkurses ausgelöste Schock dürfte gemäss KOF erst ab Mitte 2016 mehr oder weniger verkraftet sein. Zwar seien die Auswirkungen der Frankenaufwertung weniger stark ausgefallen als befürchtet. Dennoch seien die Warenexporte nach einem deutlichen Rückgänge im ersten Halbjahr im dritten Quartal stagniert. Die Exporteure hätten dabei wiederholt ihre Preise senken müssen.

Für 2016 veranschlagen die Ökonomen dann wieder ein Exportwachstum von 2,9 Prozent. Der verhaltene aber robuste Zuwachs werde zum Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 1,1 Prozent im kommenden Jahr beitragen.

Seco etwas optimistischer

Ähnlich tönt es beim Staatssekretariat für Wirtschaft. Das Seco erwartet im laufenden Jahr ein Wachstum des Schweizer Bruttoinlandprodukts (BIP) von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bisher war das Seco von 0,9 Prozent ausgegangen.

Die Schweizer Wirtschaft habe noch nicht wieder Tritt gefasst. In den vergangenen Quartalen hätten wichtige Konjunkturstützen, insbesondere die Bauwirtschaft, an Schwung eingebüsst, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Trotz der leichten Entspannung der Wechselkurssituation geht die Expertengruppe des Bundes davon aus, dass sich die hiesige Konjunktur nur langsam erholen wird. Die Prognose für das Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr liegt unverändert bei 1,5 Prozent. Neu gibt das Seco auch eine Prognose für 2017 ab. Demnach soll das BIP um 1,9 Prozent zulegen.

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