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Das Soziale Netzwerk Facebook hat eine Suizid-Warnfunktion eingeführt. Ab sofort können Nutzer andere Nutzer melden, wenn diese Selbstmordabsichten äussern. Administratoren bei Facebook entscheiden dann, ob ein Eingreifen angezeigt ist oder nicht.

Mit dieser Suizid-Warnfunktion reagiert Facebook auf Vorfälle in der Vergangenheit, bei denen immer wieder geäusserte Hilferufe von Nutzern unbeantwortet blieben.

Offenbar hatten Facebook-Freunde schon des öfteren Selbstmordabsichten ihrer digitalen Freunde kommentiert, die Behörden oder Einsatzkräfte aber nicht alarmiert. Mit einem Online-Formular in Englisch oder Deutsch ist es nun ohne grossen Aufwand und anonym möglich, hilfesuchende Nutzer zu melden.

In das Formular werden die Webadresse (URL) des Profils des hilfesuchenden Nutzers eingegeben sowie der genaue Inhalt des Hilferufes und das Datum, an dem dieser aufgeschaltet wurde. Administratoren bei Facebook entscheiden dann, ob die örtliche Polizei oder eine Hilfsorganisation eingeschaltet werden muss.

Wie die britische BBC berichtete, wurde die Suizid-Warnfunktion während drei Monaten unter Ausschluss der Öffentlichkeit getestet. Nun wird die Funktion definitiv eingeführt und ist bereits online, wie verschiedene Online-Medien am Dienstag berichten.

BAG: Nichts dagegen einzuwenden

Beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat man gegen eine solche Warnfunktion nichts einzuwenden. Jeder Suizid, der verhindert werden könne, bedeute ein gerettetes Menschenleben und vermiedenes Leid für Angehörige, hiess es auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Ob diese Funktion tatsächlich Menschenleben retten könne, werde sich nun zeigen. Mit der Rettung des Lebens allein sei es aber nicht getan, gibt das BAG zu bedenken. Suizid sei häufig eine Folge von Depressionen. Eine suizidgefährdete Person müsse deshalb entsprechend betreut und begleitet werden.

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SDA-ATS