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Selbstmorde könnten France Telecom eine Milliarde Euro kosten

Dieser Inhalt wurde am 29. Oktober 2009 - 15:16 publiziert
(Keystone-SDA)

Paris - Die Selbstmord-Serie bei den Mitarbeitern könnte France Telecom teuer zu stehen kommen. Der ehemalige Staatsmonopolist erklärte bei der Vorlage seiner Geschäftszahlen, die Bemühungen zur Entspannung der Situation könnten mit bis zu einer Milliarde Euro zu Buche schlagen.
Der Konzern hat bereits auf Druck von Gewerkschaften und Öffentlichkeit seine Restrukturierungsmassnahmen auf Eis gelegt und den Vize-Konzernchef ausgewechselt. Auch angedachte Teilzeit-Angebote für ältere Mitarbeiter könnten den Gewinn in Zukunft schmälern, erklärte Finanzchef Gervais Pellissier.
Bei den Umsätzen habe sich der Skandal jedoch bislang nicht niedergeschlagen. Seit Anfang 2008 haben beim drittgrössten europäischen Telekommunikationskonzern 25 Mitarbeiter Selbstmord begangen, viele weitere haben versucht, sich das Leben zu nehmen. Die Gewerkschaften machen dafür den Druck am Arbeitsplatz verantwortlich, der durch Einsparungen und Jobverlagerungen entstanden sei.
Im dritten Quartal nahm France Telekom mit 12,7 Mrd. Euro 6,4 Prozent weniger ein als noch vor einem Jahr. Das operative Ergebnis (Ebitda) sank auch wegen Auflagen der Regulierungsbehörden um acht Prozent auf rund 4,6 Mrd. Euro.
Mit dem Verzicht auf Investitionen gelang es France Telecom die operative Marge bei 35,9 Prozent stabil zu halten. Dennoch lief das Geschäft insgesamt etwas schlechter als von Branchenexperten erwartet, weshalb die Aktie in Paris rund drei Prozent nachgab.
An den Prognosen für das Gesamtjahr hielt der Konzern trotz des unsicheren Marktumfelds fest. Im Schlussquartal sei noch nicht mit einem Anziehen der Erlöse zu rechnen, sagte Pellissier. "Und für einen Ausblick auf das kommende Jahr ist es noch zu früh."

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