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Senatoren verlangen Untersuchung von Transocean

Dieser Inhalt wurde am 25. Mai 2010 - 03:41 publiziert
(Keystone-SDA)

New York - Gegen das in der Schweiz angesiedelte Öhlbohrunternehmen Transocean, das die gesunkene Ölplattform im Golf von Mexiko betrieb, soll eine Untersuchung eingeleitet werden. Dies fordern 18 demokratische US-Senatoren.
Die Senatoren kritisieren die Entscheidung der Firmenleitung, seinen Aktionären eine Milliarde an Dividenden auszuzahlen. Der Beschluss war nach einer den Medien nicht zugänglichen Versammlung der Transocean-Aktionäre an die Öffentlichkeit gedrungen.
In einem Brief vom Montag an den amerikanischen Generalstaatswanwalt Eric Holder schreiben die Senatoren: "Wir befürchten, dass es schwieriger wird, Haftungsansprüche gegen das Unternehmen durchzusetzen, wenn soviel Geld so schnell aus der Firmenkasse in die Hände privater Investoren fliesst."
Die Mitteilungen, die der Betrieb mit Hauptsitz in Zug im Zusammenhang mit der Katastrophe im Golf bisher gemacht habe, seien "problematisch", schreiben die Senatoren in dem Brief, der der Nachrichtenagentur SDA vorliegt.
Im Senatshearing habe das Unternehmen vergangene Woche jede finanzielle Verpflichtung für die Ölpest von sich gewiesen. Gleichzeitig habe Transocean angekündigt, durch die Versicherungszahlungen 270 Millionen Profit zu machen, da die Plattform für eine grössere Summer versichert worden sei als sie Wert wäre.
Die Senatoren befinden, es gehe nicht an, dass die Aktionäre von Transocean durch die Verschmutzung der Golfküste noch zu riesigen Profiten kämen. "Die Familien der Opfer, die durch die Katastrophe ruinierte Fischerei und staatliche Organisationen, die ohne Unterbruch an den Säuberungsarbeiten sind, verdienen Besseres", schreiben die Politiker an Holder.
Sie fordern den Staatsanwalt auf, schnell zu handeln. "Wir müssen sicherstellen, dass Unternehmen, die unsere natürlichen Ressourcen verschmutzen, von solchen Aktionen nicht auch noch profitieren", schliesst der Brief.
Transocean verlegte 2008 seinen Sitz von den USA in den Kanton Zug - um Steuergelder zu sparen, wie amerikanische Medien berichteten. Das Unternehmen ist seit April an der Schweizer Börse kotiert. Im Zuge der Ölkatastrophe sieht sich die Firma mit verschiedenen Klagen konfrontiert.

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