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Belgrad - Die Familie des seit Jahren gesuchten mutmasslichen Kriegsverbrechers Ratko Mladic ist mit dem Versuch gescheitert, den früheren bosnisch-serbischen Armeechef für tot erklären zu lassen. Der Antrag sei von einem Bezirksgericht in Belgrad aus Verfahrensgründen abgelehnt worden.
Dies teilte die serbische Justiz am Mittwoch nach Angaben der Nachrichtenagentur Tanjug mit. Der Familie von Mladic stehe es aber offen, erneut einen Antrag einzureichen.
Die Familie hatte ihren Antrag damit begründet, von dem heute 68-Jährigen seit Februar 2003 keine Lebenszeichen mehr erhalten zu haben. Nach Angaben serbischer Fahnder konnten die Behörden allerdings noch vor drei Jahren Mladics Spuren in Serbien verfolgen.
Dem serbischen Recht zufolge kann jemand für tot erklärt werden, wenn er über 70 Jahre alt und seit über fünf Jahren verschwunden ist. Mladics Familie hatte zu beweisen versucht, dass der Tod des Gesuchten aufgrund seiner angeschlagenen Gesundheit sehr wahrscheinlich ist.
Der frühere Kommandant der bosnischen Serben ist vor dem UNO-Tribunal für Ex-Jugoslawien wegen Völkermords, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Bosnien-Kriegs (1992-1995) angeklagt. Das Tribunal in Den Haag legt ihm vor allem die 44-monatige Belagerung Sarajevos mit rund 10'000 Toten und das Massaker von Srebrenica mit weiteren 8000 Toten zur Last.
Nach dem Bosnien-Krieg lebte Mladic zunächst in Belgrad unter dem Schutz des Regimes von Slobodan Milosevic, erst später tauchte er unter. Mladics Festnahme und Auslieferung ist eine der Bedingungen Brüssels für eine Annäherung Serbiens an die EU.

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SDA-ATS