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Titelverteidiger Genève-Servette steht beim Spengler-Cup erneut im Final. Die Genfer bezwingen im Halbfinal das Team Canada 6:5 und treffen am Mittwochmittag (12 Uhr) auf Salawat Ufa.

Bereits vor einem Jahr eliminierte das Team von Trainer Chris McSorley die Kanadier im Halbfinal des prestigeträchtigen Turniers mit dem gleichen Resultat. Ähnlich wie vor 12 Monaten gaben sie auch diesmal eine sicher geglaubte Führung fast noch aus der Hand. So souverän wie die Genfer in den ersten Spielhälfte das Geschehen kontrollierten, so leichtsinnig verspielten sie innert wenigen Minuten einen 5:0-Vorsprung. Letztendlich war der Sieg der Granats aber verdient. Die Kanadier verpassen derweil zum zweiten Mal in Folge den Einzug in den Final. Zuletzt war dies 1994 der Fall.

Wie vor einem Jahr lag Genf nach 20 Minuten 2:0 vorne. Ambris Leihgabe Inti Pestoni (9.) und Tom Pyatt (20.) hatten getroffen. Im Vergleich zum Vortag, als die Kanadier gegen Jokerit Helsinki ein 0:2-Rückstand noch in ein 5:2 umwandeln konnten, fand das Team von SCB-Coach Guy Boucher vorerst kein Rezept gegen die zielstrebigen Westschweizer. Nach einem Genfer Doppelschlag innert 20 Sekunden liess sich Kanadas Goalie Drew MacIntyre nach 28 Minuten durch seinen Ersatzmann Nolan Schaefer ersetzen. Romain Loeffel und Cody Almond hatten für Genf getroffen. Schaefers Ungeschlagenheit hielt aber nicht lange Stand. Kurz nach Spielhälfte erhöhte Timothy Kast in Unterzahl gar auf 5:0.

Dann startete Kanada aber die grosse Aufholjagd. Bis zur zweiten Pause verkürzte der 19-fache Finalist auf 3:5. Mike Hedden (31.), Ryan Parent (37.) und Jerome Samson (40.) brachten die Hoffnung bei den Nordamerikanern wieder zurück. Spätestens nach dem 4:5-Anschlusstreffer von Ambris Alexandre Giroux zu Beginn des Schlussabschnitts war die Spannung wieder zurück. Nach dem 6:4 durch Loeffel (46.) konnte Marc-Antoine Pouliot (51.) erneut verkürzen. Bei diesem Spielstand blieb es. Die Kanadier versuchten mit einem sechsten Feldspieler zwar nochmals den Ausgleich zu erzielen, doch an Servette-Goalie Janick Schwendener gab es kein weiteres Vorbeikommen mehr.

Davos im Penaltyschiessen out

Bereits am Nachmittag hatte sich der russische KHL-Vertreter Salawat Ufa gegen den HC Davos dank einem 4:3 nach Penaltyschiessen für das Endspiel vom Mittwochmittag qualifiziert.

Genève-Servette - Team Canada 6:5 (2:0, 3:3, 1:2)

6300 Zuschauer (ausverkauft). - SR Eichmann/Kurmann, Espinoza/Kaderli. - Tore: 9. Pestoni (Picard) 1:0. 20. (19:40) Tom Pyatt (Lombardi, Taylor Pyatt) 2:0. 27. (26:46) Loeffel (Tom Pyatt/Ausschluss Tambellini) 3:0. 28. (27:04) Bouillon (Almond) 4:0. 31. (30:25) Kast (Rubin/Ausschluss Lombardi!) 5:0. 31. (30:54) Hedden (DuPont, Walser) 5:1. 37. Parent (McCarthy) 5:2. 40. (39:26) Samson (Pouliot, Mikkelson) 5:3. 42. Giroux (DuPont/Ausschluss Bouillon) 5:4. 46. Loeffel (Jacquemet/Ausschluss Genoway) 6:4. 51. Pouliot (Giroux/Ausschlüsse Wick; Walser) 6:5. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 4mal 2 Minuten gegen das Team Canada.

Genève-Servette: Schwendener; Loeffel, Mercier; Vukovic, Iglesias; Bezina, Antonietti; Bouillon; Rubin, Tom Pyatt, Taylor Pyatt; Picard, Romy, Jacquemet; Pestoni, Lombardi, Almond; Wick, Kast, Traber; Gerber.

Team Canada: MacIntyre (28. Schaefer); Kwiatkowski, Mikkelson; DuPont, Walser; Vandermeer, Gragnani; McCarthy, Parent; Holloway, Ritchie, Tambellini; Hedden, Pouliot, Giroux; Samson, Martindale, Hamilton; Genoway, McLean, Giliati.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Mayer (rekonvaleszent), Bays, D'Agostini (beide verletzt), Trutmann, Rivera, Untersander, Douay (alle überzählig), Rod, Descloux (beide U20-WM), Ranger (nicht im Aufgebot), Team Canada ohne Walter, DiDomenico (beide überzählig). 51. Timeout von Team Canada. 60. (59:25) Timeout von Genève-Servette. Canada ab 58:43 bis 59:25 und ab 59:48 ohne Goalie.

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SDA-ATS