Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Angehörige trauern um die sieben Männer, die in einem sumpfigen Gelände in Rio de Janeiro tot aufgefunden wurden.

KEYSTONE/AP/FABIO TEIXEIRA

(sda-ats)

Kurz nach dem Beginn eines Grosseinsatzes der Polizei gegen Drogenbanden in Rio de Janeiro sind in einem Armenviertel der Stadt sieben Menschen tot aufgefunden worden. Die jungen Männer wurden am Sonntag in einem sumpfigen Gelände der Favela Cidade de Deus geborgen.

Die Leichen hätten Spuren von Misshandlungen aufgewiesen, berichtete das Nachrichtenportal G1. Anwohner beschuldigten demnach die Polizei, die Menschen umgebracht zu haben.

Der Sicherheitschef des Bundesstaats Rio de Janeiro, Roberto Sa, warnte vor vorschnellen Schuldzuweisungen. Die genauen Umstände des Falls müssten geprüft werden. Die Polizei werde oft zu schnell für solche Taten verantwortlich gemacht, sagte er an einer Pressekonferenz. Er fügte hinzu: "Exzesse der Polizei werden nicht toleriert, und sie werden bestraft." Sa verwies zudem darauf, dass seit Jahresbeginn 124 Polizisten in Rio ihr Leben verloren.

Helikopter abgestürzt

Am Vorabend war in dem Armenviertel ein Polizeihelikopter abgestürzt, wobei vier Polizisten starben. Möglicherweise wurde er von Drogenkriminellen abgeschossen.

Am Sonntag startete die Polizei einen neuen Einsatz in dem Armenviertel, wobei auch ein Panzerfahrzeug zum Einsatz kam. "Die ganze Favela ist von der Polizei besetzt", sagte ein Anwohner zu AFP. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben drei Menschen fest und beschlagnahmte Drogen und Waffen.

Rio kämpft seit jeher mit einer hohen Kriminalitätsrate. Die Drogenbanden, die in der 6,5-Millionen-Einwohner-Stadt aktiv sind, sind schwer bewaffnet. Raubüberfälle und andere Gewalttaten sind an der Tagesordnung.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.










SDA-ATS