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Zürich - St. Gallen und Thun bestreiten heute Abend ihre zweite Partie in der Gruppenphase der Europa League. Die Ostschweizer treffen auswärts auf Swansea, Thun spielt in Genk.
Die Partie zwischen Swansea und St. Gallen ist ein Duell zweier Teams, die mit Erfolgen in die Gruppenphase gestartet sind. Der Ligacupsieger 2013 in England siegte überraschend mit 3:0 beim Gruppenfavoriten Valencia, St . Gallen bezwang zu Hause Kuban Krasnodar 2:0.
"Wenn es uns gelingt, 100 Prozent unseres Leistungspotenzials abzurufen, und wenn wiederum jeder füreinander läuft und kämpft, können wir unsere Serie der Ungeschlagenheit fortsetzen", ist Mario Mutsch überzeugt. Seit zwölf Pflichtspielen in Meisterschaft, Schweizer Cup und Europa League sind die St. Galler mittlerweile unbesiegt. Vor allem das 4:2 bei Spartak Moskau in den Playoffs zur Europa League verblüffte über die Landesgrenzen hinaus. "Jetzt treffen wir auf ein Team mit ähnlichen Stärken und ähnlicher Begeisterung, aber mit weit höherem Budget und Transferwerten", sagt Torhüter Daniel Lopar. Der Transferwert aller Spieler des derzeitigen Tabellen-13. der Premier League ist neunmal höher als jener der Ostschweizer, bei denen einzig die Dauerverletzten Dzengis Cavusevic, Ilija Ivic und Sven Lehmann fehlen.
Swansea City ist kein normaler Fussballklub. Er hat vielmehr eine ungewöhnliche Geschichte und spezielle Besitzverhältnisse. Das Team von Michael Laudrup, des einstigen Starspielers von Ajax Amsterdam, Real Madrid, FC Barcelona und Juventus Turin, spielte vor zehn Jahren noch in der fünfthöchsten englischen Liga. Vor zwei Jahren sind die "Schwäne" als erstes walisisches Team in die Premier League aufgestiegen. Dort haben sie sich in der vergangenen Saison mit Rang 9 etabliert. Laudrups Vergangenheit in Spanien hat sich auf die Mannschaft übertragen. In den englischen Medien heisst der Klub "Swanselona" oder "Swansea Triangles", in Anlehnung technischen Fussball mit Kurzpassspiel.
Thun bestreitet in Genk bereits den 20. Match in dieser Saison sein, aber von Müdigkeit soll keine Rede sein. Die Berner Oberländer bewegen sich nahezu inkognito durch Europa, daran hat auch der erfolgreiche Auftakt in die Gruppenphase mit dem 1:0 gegen Rapid Wien vor zwei Wochen nichts geändert. Die grösste Gefahr sei den FC Thun zu unterschätzen, sagte Genks holländischer Trainer Mario Been im Vorfeld der Partie nicht zufällig.
Mit der Rolle des Aussenseiters kann Thun sehr gut leben. Aus dieser Position heraus war er zuletzt im Europacup erfolgreich. Trainer Urs Fischer, der heute auf seinen krank in Thun gebliebenen Assistenten Francesco Gabriele verzichten muss, attestiert allen drei Gruppengegnern grössere Erfahrung. Im heutigen Auswärtsspiel werde der Druck nochmals grösser sein als daheim gegen Rapid Wien: "Schon rein akustisch." Er erwartet eine gut gefüllte Cristal Arena, die 25'000 Zuschauern Platz bietet. "Ich kann meinen Spielern nur sagen, habt keine Angst vor Fehlern, aber den Druck kann ich ihnen nicht nehmen." Es sei an ihnen, die Ruhe zu bewahren und gleichzeitig in der Offensive Dinge zu probieren.
Genk gehört in die Kategorie Herausforderungen. Der belgische Meister ist ein schlagbarer Gegner, selbst wenn er vor zwei Wochen in Kiew überraschend den Gruppenfavoriten Dynamo 1:0 schlug. "Es hätte aber auch ganz anders herauskommen können. Es lief viel für Genk", meinte Fischer, der die Stärken des heutigen Gegners in der Offensive ausgemacht hat. "Aber in erster Linie schauen wir auf uns. Wir wollen zeigen, dass wir der FC Thun sind."

SDA-ATS