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Nach den sexuellen Übergriffen bei der Silvesterfeier vor einem Jahr sind alle Augen auf Köln gerichtet. Die Stadt hat ein grosses Sicherheitsdispositiv aufgebaut.

KEYSTONE/EPA DPA/HENNING KAISER

(sda-ats)

Rund um den Globus bereiten sich Grossstädte auf die Feiern zum Jahreswechsel vor. Angesichts von Terrorakten in den vergangenen Monaten sowie nach Problemen mit sexuellen Übergriffen wie in Köln sind die Sicherheitsvorkehrungen umfangreich.

Nach hunderten sexuellen Übergriffen auf Frauen in der vergangenen Silvesternacht hautpsächlich durch Migranten haben Polizei und Stadt in Köln umfangreiche Vorbereitungen getroffen. Allein in der Innenstadt sollen rund 1500 Beamte im Einsatz sein, die Polizei will bei Störungen konsequent einschreiten.

In Köln wird rund um den Dom eine "böllerfreie Zone" eingerichtet, die durch Absperrgitter und mit Einlasskontrollen gesichert ist. Neu installierte hochauflösende Videokameras übertragen Bilder vom Vorplatz des Hauptbahnhofs live ins Polizeipräsidium. Einige Rheinbrücken und Strassen werden gesperrt.

Sperren gegen Lastwagen

Nach dem Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt wurde das Sicherheitskonzept noch einmal nachjustiert: Betonklötze oder Fahrzeug-Sperren sollen verhindern, dass Lastwagen in die Menschenmenge fahren können.

Auch andere deutsche Städte haben besondere Vorkehrungen für Silvester getroffen. So gilt in Düsseldorf erstmals ein Böllerverbot in der Altstadt. Verbotszonen gibt es auch in Dortmund und Bielefeld. Ausserdem werden vielerorts die Polizeikräfte verstärkt.

Feuerwerk vor einer Milliarde Augenpaaren

In Sydney haben sich derweil bereits Stunden vor Mitternacht zehntausende Menschen im Hafengelände versammelt, um sich den besten Blick auf das Feuerwerksspektakel ab Mitternacht (14.00 Uhr MEZ) zu sichern. Am Ufer rund um das berühmte Opernhaus werden rund eine 1,5 Millionen Menschen erwartet.

Weltweit sollen die Feierlichkeiten in Sydney sogar von rund einer Milliarde Menschen verfolgt werden, da sie erstmals live via Facebook und YouTube übertragen werden.

Die mehr als 100'000 Feuerwerkskörper, die in die Luft geschossen werden, haben einen Wert von umgerechnet über 5,1 Millionen Franken. Die Organisatoren versprechen das grösste Spektakel aller Zeiten.

Die Polizei versicherte, es gebe keine Terrordrohungen gegen die Veranstaltungen. Allerdings werden erstmals Busse benutzt, um Strassen zu blockieren, die zu Fussgängerzonen führen. Damit sollen Anschläge mit Lastwagen wie zuletzt in Berlin oder zuvor in Nizza verhindert werden.

In Neuseeland wird Max Key, Sohn des Ex-Premierministers John Key, als DJ auftreten, wenn von Aucklands mehr als 300 Meter hohem Sky Tower das Feuerwerk abgeschossen wird. In Wellington soll ein Feuerwerk in einer innerstädtischen Lagune gezündet werden. Neuseeland zählt zu den ersten Ländern, die 2017 begrüssen werden.

Verzicht wegen Trauerjahr

In Thailand sind in diesem Jahr dagegen Feuerwerke zur Begrüssung des Neuen Jahrs verboten worden, nachdem die Regierung wegen des Tods von König Bhumibol Adulyadej eine einjährige Trauerzeit ausgerufen hatte. Der König war im Oktober gestorben.

Allerdings wird erwartet, dass Hunderttausende Menschen zusammen ein Neujahrslied anstimmen werden, das Bhumibol selbst komponiert hatte, gefolgt von der königlichen Hymne.

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SDA-ATS