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Zum zweiten Mal in 14 Tagen ist der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi persönlich vor Gericht erschienen. Bei dem Termin ging es um eine Anhörung im sogenannten Mediaset-Prozess wegen Steuerbetrugs beim Verkauf von Film- und TV-Rechten.

Er werde vor dem Mailänder Gericht so oft anwesend sein, wie es ihm seine Pflichten erlauben, erklärte Berlusconi. Insgesamt laufen in Mailand vier Prozesse gegen den Ministerpräsidenten.

Die Vorwürfe der Steuerhinterziehung, die am Montag verhandelt wurden, wies er von sich. "Diese Anklagen sind zum Lachen, unbegründet und verrückt", sagte Berlusconi vor Journalisten. Sie seien "die Erfindung des Staatsanwalts". "Diese Justiz arbeitet gegen das Land und nicht für Italien", sagte er.

Vor dem Gebäude kam es zu verbalen Auseinandersetzungen zwischen Gruppen von Anhängern und Gegnern des Medienmoguls. "Silvio, Silvio!", riefen etwa 100 Aktivisten von Berlusconis Mitte-Rechts-Partei "Volk der Freiheit". Sie schwenkten Plakate mit dem Slogan "Silvio, halte durch!". Wegen des Andrangs von Journalisten und Demonstranten kam es zu einem Verkehrschaos in den Strassen rund um das Justizgebäude.

"Ich habe meine Zeit verloren"

Berlusconi wird vorgeworfen, mit seinem Medienimperium Mediaset Ausstrahlungsrechte für US-Filme über zwei Offshore-Firmen gekauft und die Kosten dafür falsch angegeben zu haben, um Steuern zu sparen. Neben Berlusconi sind auch zehn weitere Personen angeklagt.

Nach der Audienz berichtete Berlusconi, das Gericht habe einige Zeugen befragt. "Ich habe einen dramatischen Eindruck, meine Zeit verloren zu haben. Ich habe einen surrealen Vormittag verbracht. Gegen mich werden unglaubliche Prozesse geführt, mit denen man einen politischen Gegner verleumden will", kommentierte Berlusconi.

Gegen den Ministerpräsidenten läuft in Mailand bereits ein weiterer Prozess wegen Korruption und Steuerhinterziehung. Am vergangenen Mittwoch hatte dazu ein Verfahren gegen ihn wegen Amtsmissbrauchs und Sex mit einer minderjährigen Prostituierten begonnen.

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SDA-ATS