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Die Schweizerische Nationalbank sieht wegen der Krise in der Euro-Zone aussergewöhnlich hohe Risiken für die Schweizer Wirtschaft. Die Währungshüter drängen die Grossbanken UBS und vor allem die Credit Suisse zu einem weiteren Kapitalaufbau.

Beide Institute seien für eine dramatische Ausweitung der Euro-Krise unterkapitalisiert, teilte die Nationalbank am Donnerstag in Bern mit. CS und UBS hätten in den letzten Jahren zwar Fortschritte bei der Kapitalausstattung erzielt. Diese seien angesichts der hohen Risiken im heutigen Umfeld aber ungenügend.

Das direkte Engagement der beiden Banken in den schlingernden Euro-Staaten sei zwar moderat. Hingegen könnten bei einer weiteren Eskalation der Euro-Krise auch für UBS und CS hohe Verluste auf Kredit- und Handelspositionen in der EU, in der Schweiz und den USA entstehen, warnte die SNB an einer Medienkonferenz.

Die Risiken würden nicht vollständig erfasst. Einen Schock wie in der Finanzkrise 2007-2009 könnten beide Institute nicht absorbieren, hiess es.

In ihrem jüngsten Bericht zur Finanzstabilität rät die SNB der UBS, ihren Weg des Kapitalaufbaus fortzusetzen und dazu auch an der restriktiven Dividendenpolitik festzuhalten. Die CS hingegen solle den Kapitalaufbau beschleunigen, schon in diesem Jahr, fordert die Nationalbank. Dabei solle keine Option ausgeschlossen werden, auch nicht eine Kapitalerhöhung.

Das belastete insbesondere die Aktie der Credit Suisse, die um 10,5 Prozent einbrach. Die Aussicht auf eine mögliche Dividendenkürzung oder gar eine Kapitalerhöhung sorgte für Unruhe bei den Investoren. Auch die UBS-Titel verloren an Wert, erholten sich zum Schluss jedoch wieder und gingen mit einem Minus von 0,3 Prozent aus dem Handel.

SDA-ATS