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Solothurner Regierung sieht Chancen im Synthes-Verkauf

Die Solothurner Regierung sieht Chancen im Verkauf des Orthopädiekonzerns Synthes mit Europa-Hauptsitz im Kanton an den amerikanischen Grosskonzern Johnson & Johnson. Es sei "keine schlechte Lösung", sagte Volkswirtschaftsdirektorin Esther Gassler.

Johnson & Johnson sei ein solventer Grosskonzern, der auch selbst produziere, sagte Regierungsrätin Gassler am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Es sei nicht ein Finanzanleger mit einer reinen Renditeabsicht.

Firmengründer, Grossaktionär und Verwaltungsratspräsident Hansjörg Wyss habe "wohl nicht unendlich viele Möglichkeiten gehabt". Man habe geahnt, dass eine Nachfolgeregelung kommen werde, hielt die Volkswirtschaftsdirektorin fest.

Über die Auswirkungen des Synthes-Verkaufs auf die Arbeitsplätze im Kanton Solothurn sei dem Regierungsrat nichts bekannt. Demnächst werde der neue europäische Hauptsitz in Zuchwil SO eingeweiht. An mehreren Standorten im Kanton beschäftigt Synthes insgesamt rund 1600 Mitarbeitende.

Die Nachfolgeregelung könne daher auch eine Stärkung des Standortes Solothurn sein. "Wir haben in unserer Region eine starke Präsenz der Medizinaltechnikbranche", betonte Gassler. Dieser Cluster könne noch gestärkt werden und zu neuen Arbeitsplätze führen.

Der Regierungsrat habe zu Synthes sehr gute Kontakte gepflegt. Man werde schauen, sich auch bei Johnson & Johnson Gehör verschaffen zu können, stellte die Vorsteherin des Volkswirtschaftsdepartementes in Aussicht

Unia bedauert Verkauf

Die Gewerkschaft Unia bedauert den Verkauf des Schweizer Unternehmens Synthes ins Ausland. Von der neuen Besitzerin Johnson & Johnson (J&J) fordert die Gewerkschaft ein klares Bekenntnis zum Werkplatz und Industriestandort Schweiz.

Mehr als 2800 der rund 11'500 Mitarbeitenden von Synthes arbeiteten in der Schweiz, und 8 der 14 Firmenstandorte befänden sich hier, heisst es in der Mitteilung vom Mittwoch. Damit werde erneut ein innovatives Schweizer Unternehmen ins Ausland verkauft.

Mit dem Schaffhauser Chemieunternehmen Cilag, dass seit 1959 zu J&J gehöre, unterhalte die Unia eine langjährige, gute Sozialpartnerschaft. Die Unia gehe deshalb davon aus, dass J&J bestrebt sei, auch bei Synthes ein gutes sozialpartnerschaftliches Verhältnis zu erhalten.

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