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Der traditionelle "Bischofsjass" in Solothurn findet dieses Jahr erstmals nach einem Unterbruch von sechs Jahren wieder statt. Bischof Felix Gmür, Oberhirte des Bistums Basel, und die Solothurner Kantonsregierung liefern sich eine gesellige Jasspartie.

Die Tradition werde am kommenden Dienstag im Solothurner Rathaus wieder aufgenommen, teilte die Staatskanzlei am Mittwoch mit. Beim Treffen der Regierung und der Geistlichkeit gehe es auch um einen Gedankenaustausch.

Wegen Verstimmungen zwischen der Regierung und dem früheren Bischof Kurt Koch war der "Bischofsjass" auf Eis gelegt worden. "Das Klima hat sich tatsächlich etwas geändert", sagte Staatsschreiber Andreas Eng auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

"Wir gehen davon aus, dass das mit Bischof Gmür wieder gut gehen wird", betonte Eng. Der Luzerner Theologe Gmür war im Januar 2011 zum Bischof des Bistums Basel geweiht worden. Er gilt als volksnaher Geistlicher.

Letztmals im Jahr 2006 hatten sich die Regierung und der damalige Bischof zum geselligen Kartenspiel getroffen. Die Politik siegte knapp gegen die Geistlichkeit. Die Stadt Solothurn ist seit über 180 Jahren offizieller Amtssitz des Bischofs von Basel.

Gesellige Jasspartie im Keller

Der "Bischofsjass" ist eine solothurnische Besonderheit. Ende der 1960-er Jahre hatte der damalige Regierungsrat und spätere Bundesrat Willi Ritschard zusammen mit seinem Kameraden aus der Militärdienstzeit, Bischof Anton Hänggi, die Jasspartie ins Leben gerufen.

Seither trafen sich Regierung und Geistlichkeit in der Regel einmal pro Jahr zu einem ungezwungenen Gedankenaustausch. Man hoffe, dass der "Bischofsjass" nun wieder wie früher jedes Jahr stattfinde, hielt Staatsschreiber Eng fest.

SDA-ATS