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Rauchbomben, Böller und Provokationen an die Adresse von Servette Genf: Fans des FC Sitten auf dem Marsch ins Stadion.

Keystone/EPA KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

(sda-ats)

Vor dem Spiel gab es zwar ein paar Scharmützel, doch nach dem Cupfinal in Genf blieben die Fans des FC Sitten und des FC Basel weitgehend friedlich. Provokationen gab es vor allem von den Walliser Fans an die Adresse von Servette Genf.

Die Nervosität in Genf war gross vor dem Final des Schweizer Cups am Donnerstag - insgesamt wurden 30'000 Fans in den Strassen erwartet. Als Sicherheitsmassnahme blieben unter anderem die Geschäfte am Bahnhof geschlossen, und die Sicherheitskräfte waren mit einem Grossaufgebot präsent.

Zu Beginn war denn auch nicht absehbar, dass der Tag nach einem 3:0 für den FC Basel friedlich enden würde. Bereits vor dem Spiel hatten Tausende Fans des FC Sitten und des FC Basel die Stadt in Beschlag genommen - nach Ankunft der letzten Extrazüge um 13.30 Uhr starteten die beiden Fanmärsche am Bahnhof in Richtung Stadion.

Und bereits eine halbe Stunde nach Beginn der Märsche kam es im Stadtzentrum zu ersten Auseinandersetzungen. Die Polizei schritt ein und setzte auch Gummischrot gegen die Walliser Fans ein.

Walliser gegen Genfer

Medienberichten zufolge sollen zwischen 600 und 1000 Sicherheitskräfte im Einsatz gewesen sein. Laut sda-Reportern vor Ort waren ein Helikopter, Wasserwerfer und Kastenwagen für einen möglichen Einsatz bereit.

Viele Fans, vor allem jene aus dem Wallis, waren in aufgekratzter Stimmung - Sonne und Bierkonsum trugen ihren Teil dazu bei. Problematisch war jedoch weniger das Verhältnis zwischen den Walliser und den Basler Fans als vielmehr die alte Feindschaft zwischen dem FC Sitten und dem Genfer Club Servette. So skandierten Fans des FC Sitten Anti-Servette-Parolen wie "Genf, wir scheissen auf dich!" und zündeten Rauchbomben und Böller.

Bilanz am Freitag

Auch bei den Basel-Fans, die sich auf der anderen Seite des Bahnhofs versammelt und in der sengenden Sonne mit Fan-Gesängen auf den Marsch eingestimmt hatten, war die Stimmung aufgeladen. Viele trugen T-Shirts mit der Aufschrift "Sion muess falle". Einige hatten reichlich Bier intus, blieben aber friedlich. Auf Basler Seite gab es laut Polizei keinen nennenswerten Vorfall. Auch auch Basel selbst gab es keine Meldungen über Vorfälle.

Das Spiel begann um 16 Uhr und endete um 17.56 Uhr mit 3:0 für den FC Basel. Er beendete damit Sions Siegesserie und wurde zum 12. Mal Cupsieger. Der Cupfinal war letztmals im Jahr 1929 in Genf ausgetragen worden. Die definitive Sicherheitsbilanz will die Genfer Polizei am Freitag ziehen.

SDA-ATS

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