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Spanien will im eskalierenden Streit über die Verstaatlichung der Repsol-Tochter in Argentinien offenbar die Welthandelsorganisation (WTO) einschalten. Die Regierung werde die Europäische Union darum bitten, eine Beschwerde bei der WTO gegen Argentinien einzulegen.

Das verlautete aus Regierungskreisen. Weitere Details waren zunächst nicht zu erhalten. Spanien hatte bereits am Dienstag wirtschaftliche Vergeltung angekündigt und drohte wegen der "Feindseligkeit" gegenüber dem spanischen Ölmulti Konsequenzen auf diplomatischer Ebene sowie im Bereich Industrie und Energie an.

Die EU-Aussenminister wollen bei ihrem Treffen am Montag darüber beraten, wie sie mit dem Streit zwischen Spanien und Argentinien umgehen. Ein Sprecher des US-Aussenministeriums bezeichnete die geplante Verstaatlichung am Mittwoch als "negative Entwicklung", die der Wirtschaft des lateinamerikanischen Landes und dem Investitionsklima schaden könne.

Gesetzestext erarbeitet

Argentiniens Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner hatte am Montagabend die Verstaatlichung der Repsol-Tochter YPF angekündigt und diese mit der Bedeutung für die Energieversorgung begründet. Ungeachtet der Kritik schritt das Parlament in Buenos Aires am Mittwoch mit den Verstaatlichungs-Plänen voran.

Ein Ausschuss des Senats verständigte sich über die Grundzüge des entsprechenden Gesetzestexts. Branchenexperten zufolge handelt es sich um die grösste Verstaatlichung im Energiesektor, seit Russland vor rund zehn Jahren den Ölkonzern Yukos des damaligen Oligarchen Michail Chodorkowski unter die Kontrolle des Kreml brachte.

Repsol gehören 57 Prozent an YPF. Den Wert der Tochter beziffert Repsol auf 18 Mrd. Dollar und fordert auch eine entsprechende Entschädigung. Der Marktwert von YPF beläuft sich derzeit auf gut zehn Mrd. Dollar.

SDA-ATS