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Das Architekturbüro Barozzi Veiga aus Barcelona hat den Wettbewerb für das neue kantonale Kunstmuseum in Lausanne gewonnen. Die Spanier setzten sich unter insgesamt 18 Bewerben durch. Am Donnerstag wurde das Siegerprojekt vorgestellt.

"Das neue Kunstmuseum ist eine einmalige Gelegenheit für den Kanton Waadt und die Romandie", sagte der Waadtländer Regierungspräsident Pascal Broulis vor den Medien. Lausanne sei heute eine Stadt des Sports. Dank diesem Projekt von nationaler Bedeutung werde sie definitiv auch zur Kulturstadt.

Das neue Kunstmuseum entsteht dort, wo heute das alte Lokomotivdepot der SBB steht. Obwohl das Depot vollständig abgerissen wird, "bewahrt das Siegerprojekt die Atmosphäre dieses alten Industriebaus", sagte Olivier Steimer, Präsident der 17-köpfigen Jury.

Dies geschieht unter anderem dadurch, dass die Architekten Backsteine - in weiss-bräunlicher Farbe - für den Bau des Museums ausgewählt haben. Zudem integrieren sie ein kleines Stück des alten Depots in die neue Fassade. Baudirektor François Marthaler wies auch darauf hin, dass das Museum, ein Bauwerk des 21. Jahrhunderts sei und somit im Minergiestandard gebaut werde.

Viel Oberlicht

Jene Längsseite des neuen Museums, die unmittelbar an die SBB-Gleise grenzt, enthält keine Fenster. Auf diese Weise sollen die Besucher vor Lärm und die Kunstwerke vor sonstigen Emissionen geschützt werden. Damit das Innere trotzdem genügend hell ist, arbeiteten die Architekten mit viel Oberlicht.

Die Spanier, die unter anderem die Philharmonie im polnischen Stettin realisiert haben, konzipierten das Lausanner Kunstmuseum so, dass auch Raum für Grünflächen übrig bleibt, welche die Bevölkerung nutzen kann.

Kosten von 75 Millionen

Für den Bau des neuen Kunstmuseums sind rund 75 Millionen Franken vorgesehen - knapp die Hälfte davon soll von privaten Sponsoren finanziert werden. Voraussichtlich wird mit dem Bau Ende 2012, Anfang 2013 begonnen. 2016 soll das neue Museum fertig sein.

Doch das kantonale Kunstmuseum ist nur ein Teil eines grösseren Projekts: Auf dem insgesamt 22'000 Quadratmeter grossen Areal soll ein ganzer Museumspol entstehen. Vorbild sind die Museumsinsel in Berlin oder das Museumsquartier in Wien.

"Hier wird praktisch ein neues Quartier entstehen", sagte die Waadtländer Kulturdirektorin Anne-Catherine Lyon. Mit Restaurants, Künstlerateliers und Boutiquen.

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SDA-ATS