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Die spanische Justiz nimmt die Steuererklärungen der Königstochter Cristina unter die Lupe. Ein Ermittlungsrichter lehnte den Einspruch der zweitältesten Tochter von König Juan Carlos gegen die Offenlegung ihrer Einkommensverhältnisse am Donnerstag ab.

Die Ermittler wollen klären, ob Cristina zusammen mit ihrem Ehemann Iñaki Urdangarin Steuern hinterzogen hat. Der Ermittlungsrichter José Castro wies am Donnerstag in Palma de Mallorca einen Einspruch des Ehepaars gegen die Überprüfungen ihrer Steuern zurück.

Die 47-jährige Infantin und der 45 Jahre Ex-Handballprofi hatten in den Ermittlungen eine Verletzung ihrer Privatsphäre gesehen und den Antrag gestellt, dass die Justiz keinen Einblick in die Steuererklärungen des Ehepaars nehmen darf.

Urdangarín steht im Verdacht, als Präsident der gemeinnützigen Stiftung Nóos staatliche Gelder in Höhe von mehr als sechs Millionen Euro unterschlagen zu haben. Castro hatte in dieser Sache auch Cristina zu einer Beschuldigten erklären wollen, weil die Königstochter an Firmen ihres Mannes beteiligt gewesen war.

Das Landgericht in Palma hatte es jedoch in der vorigen Woche abgelehnt, Cristina wegen des Verdachts der Unterschlagung vorzuladen und zu vernehmen. Es legte dem Ermittler aber nahe zu überprüfen, ob der Königstochter ein Steuervergehen zur Last gelegt werden könne.

Aussage vor Gericht möglich

Möglicherweise muss Cristina vor einem Gericht in Palma de Mallorca zu den Geldwäsche- und Steuerbetrugsvorwürfen gegen ihren Mann Stellung nehmen.

Die Tochter von Juan Carlos und Königin Sofia wäre damit das erste Mitglied der spanischen Königsfamilie, das sich wegen mutmasslichen Fehlverhaltens vor der Justiz erklären muss.

In der Bevölkerung hatte das Königshaus durch immer neue Affären zuletzt deutlich an Ansehen verloren. Juan Carlos selbst zog sich unter anderem den Unmut seiner Untertanen zu, als er im Jahr 2012 inmitten der heftigsten Wirtschaftskrise in Spaniens Geschichte für eine teure Elefantensafari nach Botswana reiste.

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SDA-ATS