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Pristina - Bei einem Sprengstoffanschlag im Kosovo ist am Freitag ein Mensch getötet worden. Elf weitere wurden verletzt, wie die örtlichen Medien berichteten.
Bei den Opfern handle es sich um Serben, die gegen die Eröffnung eines Büros der Kosovo-Regierung in der im Norden gelegenen Stadt Mitrovica protestiert hatten. Starke Polizeieinheiten und die NATO-Schutztruppe KFOR bezogen in der Stadt Stellungen, Militärhelikopter kreisten über dem Zentrum. Mitrovica wird mehrheitlich von Serben bewohnt.
Die Kosovo-Regierung hat bisher keinen Zugriff auf den Norden des Landes mit der serbischen Mehrheit. Im neuen Regierungsbüro sollen Personaldokumente und Fahrzeug-Ausweise ausgestellt werden.
Die dortigen Serben lehnen das ab und wollen weiter ausschliesslich Dokumente aus der angrenzenden Republik Serbien nutzen. Sie erkennen die Kosovo-Regierung nicht an. Im gesamten Kosovo stellen die Albaner mit mehr als 90 Prozent die Mehrheit, die Serben die Minderheit.
Kosovo hatte sich vor zwei Jahren für unabhängig erklärt. Mehr als 60 Staaten, darunter die Schweiz, die grosse Mehrheit der EU-Länder, die USA, Kanada, Japan, Saudi Arabien und die Türkei, haben den jüngsten europäischen Staat anerkannt.
Serbien will seine frühere Provinz wieder zurück bekommen und hat vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag geklagt. NATO-Bomben gegen Serbien hatten 1999 den Rückzug des serbischen Militärs und Paramilitärs aus dem Kosovo erzwungen. Sie hatten zuvor schätzungsweise 800'000 Albaner mit brutaler Gewalt vertrieben.

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SDA-ATS