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Mit der Verpflichtung von Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler ist den Organisatoren der heute Abend stattfindenden Spitzenleichtathletik Luzern ein veritabler Coup gelungen.

Röhler hat in diesem Jahr bereits fünfmal die magische Marke von 90 m überworfen. Anfang Mai beim Diamond-League-Meeting in Doha rückte er mit 93,90 m in der "ewigen Bestenliste" hinter dem Tschechen Jan Zelezny auf Platz 2 vor. Dieser war letztmals im März 1997 weiter gekommen.

Dennoch wollte Röhler nicht von einem perfekten Wurf sprechen. "Ich sage stets, den darf es nicht geben, damit die Arbeitsmotivation immer bestehen bleibt", so der 25-Jährige. "Wir sind alle Perfektionisten. Wir sehen in jedem technischen Ablauf irgendwelche Kleinigkeiten, die man versuchen kann, besser zu machen."

Erachtet er den Weltrekord von 98,48 m als realistisch? "Im Speerwerfen über Realismus zu sprechen, fällt schwer." Röhler wies darauf hin, dass Zelezny mit dem zweitbesten Wurf von 95,66 m deutlich weniger weit kam. "Das spiegelt ganz gut wieder, wie Speerwerfen funktioniert. Da kann es ganz plötzlich ganz weit gehen." Röhler will zunächst weiter daran arbeiten, stabil 90 m zu werfen. Danach strebt er eine Stabilität auf noch höherem Niveau an. "Und dann kann dieser Ausreisser passieren", erklärte er.

"Enorme Kräfte"

Röhler wies jedoch auch daraufhin, dass man mit jedem 90-m-Wurf ein gewisses Risiko eingehe und der Körper danach mehr als drei Tage Erholung brauche. "Die Kräfte sind enorm. Deshalb könne man im Training nicht so weit werfen", sagte Röhler. Ist Zelezny für ihn ein Vorbild? "Er ist die Legende unseres Sports. Jemanden zu kopieren, ist jedoch der grösste Fehler, den man als Speerwerfer machen kann. Jeder Körper ist anders, jeder Trainingsansatz ist anders, jeder reagiert anders darauf."

Röhler wirft nicht nur weit, er unternimmt auch einiges, um das Speerwerfen (noch) populärer zu machen - beispielsweise mit Videos. Er sieht in seiner Disziplin das Potenzial, ein Zugpferd der Leichtathletik zu sein. In Luzern will er nun ein weiteres Ausrufezeichen setzen, auch wenn er am Sonntag die deutschen Meisterschaften bestritt und am Montag früh um 3.00 Uhr losfuhr, um pünktlich an der Medienkonferenz auf dem Bürgenstock zu sein.

"Der Körper fühlt sich gut an, da sind Überraschungen immer möglich", sagte Röhler. Zudem trifft er auf seinen Landsmann und Freund Johannes Vetter, die Nummer 2 in der Weltjahresbestenliste. Dieser bezwang ihn am nationalen Championat. "Wir werden uns schon gegenseitig hochschaukeln", so Röhler. Zudem gefällt ihm die Schweiz. "Ich war häufig in Zürich am Meeting, ich schätze die Atmosphäre hier."

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SDA-ATS