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Bregenz A - Die Wiederaufnahme der spektakulären Inszenierung der Verdi-Oper "Aida" und das Werk des polnisch-russischen Komponisten Mieczyslaw Weinberg stehen im Mittelpunkt der Bregenzer Festspiele 2010.
Das Kulturfestival in der österreichischen Stadt am Bodensee bietet vom 21. Juli bis zum 22. August rund 100 Veranstaltungen, wie die Festspielleitung am Donnerstag mitteilte. Das Programm umfasst auch Orchesterkonzerte, Schauspiel sowie die zeitgenössische Reihe "Kunst aus der Zeit". Die Saison steht unter dem Motto "In der Fremde".
Herzstück sind wieder die Open-Air-Aufführungen auf der Seebühne mit 7000 Tribünenplätzen. "Aida" zog bereits 2009 rund 200'000 Zuschauer an. Für Giuseppe Verdis Kriegs- und Liebesdrama vom Nil haben Regisseur Graham Vick und Bühnenbildner Paul Brown riesige Kulissen mit vielen technischen Raffinessen in den See bauen lassen.
Blickfang sind zwei je 15 Meter hohe blaue Füsse, Fragmente einer zerbrochenen Statue. Den Rahmen des Bühnenbildes unter freiem Himmel bilden zwei Kräne, die Kulissenteile und Darsteller durch die Luft schweben lassen. Die Auftrittsorte für Sänger und Tänzer liegen teils im Wasser. Vom 22. Juli an geht die "Wasseroper" 26 Mal über die Bühne.
KZ-Häftling trifft auf AufseherinHöhepunkt der umfangreichen Retrospektive auf Mieczyslaw Weinberg (1919-1996) mit rund 20 Werken ist die szenische Uraufführung der Oper "Die Passagierin". Diese schrieb der Komponist nach dem gleichnamigen Roman der polnischen Auschwitz-Überlebenden Zofia Posmysz.
Premiere ist am 21. Juli im Festspielhaus. Regie führt Intendant David Pountney. Die 1923 geborene Posmysz erzählt in ihrem Werk von 1962 die zufällige Begegnung von zwei jungen Frauen auf einem Schiff. Sie werden von ihrer gemeinsamen Vergangenheit eingeholt. Die eine war KZ-Häftling, die andere ihre Aufseherin.
Zum Weinberg-Schwerpunkt gehören auch die satirische Oper "Das Porträt", sowie Symphonien und andere Orchesterwerke.

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SDA-ATS