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Schwarze Rauchsäulen steigen über Paris auf, das mehrstöckige Funkhaus "Maison de la Radio" steht in Flammen: Ein spektakulärer Grossbrand in den oberen Etagen des symbolträchtigen Radiogebäudes hat am Freitag die französische Hauptstadt in Atem gehalten.

Der Brand in einem Bereich des Funkhauses, in dem zurzeit Bauarbeiten stattfinden, konnte laut der Feuerwehr am Nachmittag gelöscht werden. Verletzt wurde niemand.

Betroffen war die achte Etage im "Maison de la Radio", das im südwestlichen Zentrum von Paris im 16. Arrondissement am Seine-Ufer liegt, wie die Feuerwehr mitteilte. Ein Journalist des Fernsehsenders France 3 berichtete, dass es mehrere Explosionen gegeben habe. Nach Angaben der Feuerwehr könnten die Knallgeräusche von berstenden Fensterscheiben gekommen sein. Die Ursache für das Feuer war zunächst unklar.

Hunderte evakuiert

Die öffentlich-rechtlichen Sender France Info und France Inter, die neben weiteren Radiostationen in dem Funkhaus untergebracht sind, mussten gegen 13.00 Uhr zeitweise ihre Sendungen unterbrechen. Hunderte Mitarbeiter der Sender wurden evakuiert. Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben mit 16 Einsatzfahrzeugen und 60 Einsatzkräften vor Ort.

Um 14.30 Uhr gab ein Feuerwehr-Sprecher dann Entwarnung: "Der Brand ist unter Kontrolle, das Feuer ist gelöscht." Das Feuer habe sich auch nicht auf die gesamte achte Etage ausgebreitet.

Nach Angaben der Feuerwehr befand sich zum Zeitpunkt des Brandes niemand in der achten Etage, in der Bauarbeiten stattfanden. Deshalb sei es auch "normal", dass es keinen Feueralarm gegeben habe. Baumaterialien zum Löten sowie zur Isolierung und zum Abstützen seien offensichtlich in Flammen aufgegangen, "daher der intensive und dichte Rauch". Mehrere Journalisten von Sendern von Radio France hatten beklagt, dass kein Feueralarm ausgelöst worden sei.

Seit 2009 umfangreiche Renovierungsarbeiten

In dem rund 50 Jahre alten, beeindruckenden Rundbau "Maison de la Radio" finden seit 2009 umfangreiche Renovierungsarbeiten - darunter eine Asbestsanierung - statt, die noch bis 2016 andauern sollen. Kostenpunkt: 350 Millionen Euro. Ein grosses Fest mit Konzerten zur Einweihung des neuen Auditoriums mit 1460 Plätzen für Zuhörer war für das Wochenende vom 14. bis 16. November angekündigt.

Frankreichs Präsident François Hollande sagte, die Schäden an dem spektakulären Gebäude schienen beträchtlich zu sein. "Das ist mitten in Paris, ein besonders starkes Trauma in Bezug auf dieses Gebäude", dessen Errichtung der damalige französische Präsident Charles de Gaulle in den 1960er Jahren gewollt habe. Hollande fügte hinzu, es habe "glücklicherweise keine Opfer" gegeben.

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SDA-ATS