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Einen Tag nach Mujinga Kambundji über 100 m gelingen an den Schweizer Meisterschaften in Zofingen auch Alex Wilson über 200 m und dem erst 19-jährigen Jason Joseph über 110 m Hürden nationale Rekorde.

Alex Wilson hatte von seinem Coach über 200 m einen klaren Auftrag erhalten, nämlich in der europäischen Saisonbestenliste die Nummer 2 zu werden. Dafür war eine Zeit unter 20,20 Sekunden gefordert. Der 27-jährige Basler, ein gebürtiger Jamaikaner, gehorchte und verbesserte bei einem Rückenwind von 0,6 m/s mit 20,14 Sekunden den eigenen Schweizer Rekord um elf Hundertstel. Von den Europäern ist 2018 einzig der türkische Weltmeister Ramil Guliyev (19,90) schneller gelaufen.

Am Freitag hatte sich Wilson über 100 m ein packendes Duell mit Silvan Wicki geliefert, das er in 10,14 Sekunden um drei Hundertstel für sich entschied. Einen ähnlich spannenden Rennverlauf wollte er über die doppelte Distanz unbedingt vermeiden, was ihm eindrücklich gelang, obwohl er in der Kurve nicht alles riskierte - Wicki verlor 48 Hundertstel auf ihn. Wilson stellte aber klar, dass der Fokus ganz auf die Europameisterschaften in Berlin (7. bis 12. August) gerichtet ist. Dort will er mindestens eine Medaille gewinnen.

Wilson erzielte bereits zum vierten Mal in diesem Jahr einen Schweizer Rekord über die halbe Bahnrunde. Allerdings ist er vor einem Jahr in Zürich bei regulären Bedingungen schon 20,23 Sekunden gelaufen. Die Zeit kam deshalb nicht in die Rekordbücher, da er nach einem Fehlstart unter Protest angetreten war und nachträglich disqualifiziert wurde. Bei den Frauen verzichtete Mujinga Kambundji über 200 m auf einen Start, da sie sich nach dem Exploit am Vortag etwas müde fühlte.

Erstaunlicher Jason Joseph

Jason Joseph blieb über 110 m Hürden im Halbfinal mit 13,39 Sekunden um zwei Hundertstel unter der bisherigen nationalen Bestleistung, die Andreas Kundert vor zehn Jahren aufgestellt hatte. In Europa ist er nun die Nummer 10. Im Final wurde er in 13,38 Sekunden gemessen, allerdings war der Rückenwind mit 2,2 m/s zu stark - erlaubt sind 2,0 m/s. "Die Technik war sauber. Ich lief hinten heraus sehr stark und konnte das Tempo halten", so Joseph.

Der Rekord kam nach den 13,46 Sekunden vor einem Monat in Bern nicht von ungefähr. Dennoch ist es eine erstaunliche Leistung, ist doch der Baselbieter erst 19 Jahre alt und bestritt er vor diesem Jahr erst ein Rennen mit den hohen Hürden - bei den Junioren sind die Hürden um 7,6 Zentimeter tiefer. "Es ist unglaublich", sagte Joseph. "Es zeigt, dass ich etwas kann." Er habe allerdings gewusst, dass ihm die hohen Hürden nicht schwer fallen würden. Potenzial sieht er noch beim Start, und auch zwischen den Hürden gebe es sicher noch Kleinigkeiten zu optimieren. An den Europameisterschaften strebt er mindestens den Einzug in die Halbfinals (Top 16) an.

Sprunger ohne Konkurrenz

Lea Sprunger blieb über 400 m Hürden in 54,86 Sekunden zum dritten Mal in diesem Jahr unter 55 Sekunden - die 28-jährige Waadtländerin führt mit 54,79 Sekunden die europäische Saisonbestenliste an. Zwar wäre die EM-Dritte von 2016 gerne schneller gelaufen, angesichts der schwierigen Bedingungen mit Gegenwind auf den ersten 200 m war sie mit ihrem Auftritt aber zufrieden. Erschwerend sei die fehlende Konkurrenz hinzugekommen, sagte Sprunger.

Selina Büchel, die sich an den Europameisterschaften über 800 m einiges ausrechnet, startete in Zofingen über 400 m und holte mit 54,14 Sekunden hinter den Westschweizerinnen Fanette Humair (53,66) und Rachel Pellaud (53,97) die Bronzemedaille. Zwar hatte die 26-jährige Toggenburgerin gehofft, ähnlich schnell zu laufen wie vor einem Jahr in Zürich (52,97). Insgesamt aber zog Büchel ein positives Fazit, da ihr gegenüber dem Vorlauf (55,40), von dem sie "enorm enttäuscht" war, eine markante Steigerung gelang. "Das tut gut fürs Selbstvertrauen", sagte die zweifache Hallen-Europameisterin über 800 m, die zuletzt mit einer hartnäckigen Erkältung zu kämpfen hatte.

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SDA-ATS