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St. Gallen - Ded Gecaj (52), der 1999 in St. Gallen den Lehrer seiner Tochter erschossen hat, ist am Donnerstag von Kosovo an die Schweiz ausgeliefert und der Staatsanwaltschaft in St. Gallen übergeben worden. Dort soll ihm möglichst bald der Prozess gemacht werden.
Eine Anklageschrift gegen Ded Gecaj existiert noch nicht, denn die St. Galler Justizbehörden konnten ihn noch gar nie befragen. Ursula Brasey, die zuständige Staatsanwältin, geht davon aus, dass Gecaj beim Kreisgericht St. Gallen wegen Mordes angeklagt wird. Bis es zu einer Gerichtsverhandlung kommt, wird es aber noch Monate dauern.
Eine lange Geschichte
Die St. Galler Behörden werfen Gecaj auch vor, seine Tochter sexuell missbraucht zu haben. Ded Gecajs Frau wurde 2000 vom Kantonsgericht St. Gallen zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt; sie hatte von den Misshandlungen der Tochter gewusst. Nach Verbüssung der Gefängnisstrafe wurde die Frau ausgeschafft.
Gecaj hatte im Januar 1999 den Lehrer seiner Tochter im Schulhaus Engelwies in St. Gallen erschossen. Nach seiner Flucht nach Kosovo wurde er dort festgenommen und wegen Totschlags zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Nach zwei Jahren kam Gecaj bereits wieder frei. Die Misshandlung der Tochter hatte er stets abgestritten.
Erste Urteil relativ mild
Das verhältnismässig milde Urteil des Gerichts in Kosovo gegen Gecaj war für die St. Galler Behörden ein Hohn. Sie stellten ein Auslieferungsgesuch, und der internationale Haftbefehl gegen Gecaj wurde beharrlich aufrecht erhalten. Nachdem Gecaj untergetaucht, festgenommen und alsbald wieder freigelassen wurde, kam die Wende.
Im Mai dieses Jahrs wurde er in Kosovo erneut festgenommen und in Auslieferungshaft gesetzt. Die Schweiz musste zwar formell nochmals ein Gesuch um Auslieferung stellen, doch dann ging alles plötzlich schnell. Am 30. August gab das Justizministerium in Kosovo grünes Licht für die Auslieferung. Jetzt ist Ded Gecaj in der Schweiz.

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SDA-ATS