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Ein neuer Korruptionsskandal erschüttert die italienische Politik. Die Mailänder Staatsanwälte haben Ermittlungen gegen den Präsidenten der Lombardei, Roberto Formigoni, aufgenommen. Der Vorwurf lautet auf Korruption und illegale Parteienfinanzierungen.

Formigoni, der die Region Lombardei seit dem Jahr 1995 regiert, soll ein gigantisches System der Günstlingswirtschaft aufgebaut und Schmiergelder von im Gesundheitswesen aktiven Unternehmern kassiert haben.

Seit Monaten steht der 64-Jährige im Visier der Justiz. Grund ist seine Freundschaft zum skandalumwitterten Unternehmer Pierangelo Daccó, der hohe Schmiergelder an Politiker gezahlt haben soll. Daccó gilt als Drahtzieher eines ausgedehnten Skandals im Gesundheitswesen.

Vertrauensmann von Berlusconi

Formigoni, Vertrauensmann des Ex-Premiers Silvio Berlusconi, wies die Vorwürfe zurück. Er habe sich nichts vorzuwerfen, und werde bis Ende seines Mandats 2015 im Amt bleiben, erklärte er. Er sei unter Beschuss mächtiger Lobbys geraten, die ihn wegen seiner guten Verbindung zu Berlusconi aus dem Amt drängen wollen.

Korruptionsskandale belasten Italiens politisches System derzeit stark. Der Senat in Rom hatte am Mittwoch der Verhaftung des Parlamentariers Luigi Lusi zugestimmt, der in den Sog eines ausgedehnten Skandals rund um Unterschlagung von Parteigeldern geraten ist.

Der Ex-Schatzmeister der in die Demokratische Partei (PD) aufgegangenen Zentrumspartei "Margherita", soll für persönliche Zwecke mindestens 23 Millionen Euro aus der Parteikasse abgezweigt haben. Seit Mittwoch ist Lusi in der römischen Strafanstalt Rebibbia in Haft.

SDA-ATS