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Oscar Pistorius war am Freitag bei der Berufungsverhandlung nicht anwesend. Hier beim Verlassen des Gerichts in Pretoria am 14. Juni 2016. (Archivbild)

Keystone/AP/THEMBA HADEBE

(sda-ats)

Staatsanwältin Andrea Johnson hat am Freitag vor dem obersten Berufungsgericht Südafrikas in Bloemfontein Oscar Pistorius vorgeworfen, seit den tödlichen Schüssen auf seine Freundin viel Selbstmitleid, aber keine wirkliche Reue gezeigt zu haben.

Das gegen den früheren Spitzensportler verhängte Strafmass von sechs Jahren Haft wegen Totschlags sei angesichts der üblichen Mindeststrafe von 15 Jahren viel zu gering, erklärte die Staatsanwältin. Die Anklage will mit der Berufung eine höhere Haftstrafe erreichen.

Der unterhalb der Knie amputierte Pistorius hatte seine Freundin, das Model Reeva Steenkamp, am Valentinstag 2013 in seinem Haus mit vier Schüssen durch eine Toilettentür getötet. Er beteuerte, einen Einbrecher hinter der Tür vermutet zu haben. Das Verbrechen hatte weltweit für Aufsehen gesorgt.

Steenkamps Mutter June verfolgte die Verhandlung am Freitag, der inhaftierte Pistorius war nicht zugegen.

Staatsanwältin Johnson zufolge hat der im Gebrauch von Feuerwaffen trainierte Pistorius bis heute keine schlüssige Erklärung dafür geliefert, wieso er ohne jegliche Warnung vier Schüsse abfeuerte. Pistorius habe vor Gericht um Entschuldigung gebeten, er habe sich jedoch nie zu dem Verbrechen bekannt.

"Viele Angeklagte bedauern ihre Taten ... aber das entspricht nicht wirklicher Reue", sagte Johnson. Bei der Bemessung des Strafmasses im Juli 2016 hätten ihm daher keine mildernden Umstände zuerkannt werden sollen.

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SDA-ATS