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Der neue Präsident des Städteverbandes, der Solothurner Stadtpräsident Kurt Fluri, fordert mehr Mässigung im Nachtleben der Schweizer Städte. Er spricht sich im Interview mit der "NZZ am Sonntag" für Verkaufsbeschränkungen bei alkoholischen Getränken aus.

Zudem fordert er eine Rückkehr zu früheren Polizeistunden. "Bei der Freigabe der Sperrzeiten im Nachtleben haben gewisse Städte und Kantone übertrieben. Da müssen wir wieder einen Schritt zurück machen", sagt Fluri.

Der oberste Stadtpräsident ruft den Nationalrat, dem er selber angehört, dazu auf, am kommenden Mittwoch bei der Beratung des Alkoholgesetzes griffige Massnahmen wie Mindestpreise und ein nächtliches Verkaufsverbot zu beschliessen.

"Wir stellen fest, dass ein Liter Wodka heute schon für rund 15 Franken zu haben ist. Das ist zu billig." Früher habe man für eine Flasche rund 40 Franken bezahlt. "Dieser Preis dünkt mich eher angebracht", sagt Fluri.

Seinen Aufruf erklärt Fluri damit, dass der übermässige Alkoholkonsum mittlerweile zu einem der grössten Probleme der Schweizer Städte geworden sei. In vielen Städten sei am Wochenende ein Grossteil der Polizei mit der Bewältigung solcher Probleme absorbiert und könne doch nicht viel dagegen tun.

Die Romands verlangen, dass der Verkauf von Alkohol im Detailhandel von 22 bis 6 Uhr künftig verboten wird. Dies zeigen die Resultate einer am Sonntag veröffentlichten Umfrage des Instituts für Markt- und Meinungsforschung Isopublic im Auftrag des "SonntagsBlick".

64 Prozent der befragen Westschweizer sprechen sich fürs Verbot aus, nur 30 Prozent sind dagegen. Befragt wurden 1000 Personen. Umstritten ist das Nachtverkaufsverbot von Alkohol hingegen in der Deutschschweiz.

Eine knappe Mehrheit von 50 Prozent sagen Nein dazu, 46 Prozent sprechen sich dafür aus. Der Ständerat hat das Nachtverkaufsverbot von Alkohol gutgeheissen, die zuständige Kommission des Nationalrats sagte hingegen klar Nein.

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SDA-ATS