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Das Bezirksgericht Zürich hat am Donnerstag eine 50-jährige Frau in eine geschlossene psychiatrische Klinik eingewiesen. Sie hatte den SF-Meteorologen Thomas Bucheli und dessen Familie jahrelang gestalkt. Laut Gericht ist die schizophrene Frau nicht schuldfähig.

Angefangen hatte es vor elf Jahren. Bucheli hatte sich mit der Fernsehzuschauerin aus Deutschland in der Cafeteria des Schweizer Fernsehens getroffen. Er wollte wissen, weshalb sie seinen Kollegen Alex Rubli regelmässig mit E-Mails belästigte.

Die Ernährungswissenschaftlerin erklärte, die Meteorologen sollten endlich aufhören, ihr via Bildschirm versteckte Zeichen zu schicken. Bucheli versicherte, niemand tue das, das sei absurd.

Daraufhin folgte ein jahrelanger Terror seitens der Frau. Sie bombardierte Bucheli mit E-Mails, Briefen, Paketen, tauchte laut Staatsanwaltschaft auch am Wohnort der Familie auf und versuchte, die Türe aufzudrücken.

In den letzten sieben Jahren habe sie den Wettermoderator zudem täglich bis zu 20 Mal angerufen und obendrein begonnen, ihm auf dem SF-Gelände abzupassen oder ihn an anderen Orten anzusprechen.

Als sie am 2. November 2011 erneut beim Fernsehstudio auftauchte, wurde sie festgenommen. Sie wurde wegen Nötigung angeklagt, gleichzeitig aber schon von der Anklage als nicht schuldfähig bezeichnet.

Vor dem Bezirksgericht wirkte sie trotz Medikamenten äusserst verwirrt. Laut Bucheli, der auch vor Gericht erschienen war, hatte sie die Familie auch nach der Festnahme weiter belästigt.

Das Gericht war mit der Anklage einig bezüglich Schuldunfähigkeit. Es stützte sich auf ein Gutachten, das bei der Angeschuldigten eine paranoide Schizophrenie diagnostizierte und die Einweisung in eine geschlossene Anstalt empfahl. Erfolglos wehrte sich die Verteidigung, die auf Freispruch plädierte. Die Belästigungen seien nicht so schlimm gewesen.

SDA-ATS