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Stan Wawrinkas Gegner in der 2. Runde am Australian Open ist der unbekannte Tennys Sandgren. Der Amerikaner mit dem ungewöhnlichen Vornamen sass einst in der Bar und bewunderte den Schweizer am TV.

"Wie viele Grand-Slam-Turniere hat Wawrinka gewonnen?" Tennys Sandgren schmunzelt, als er seine Frage stellt. "Er hat drei Slams gewonnen und ich gerade mal meine erste Partie an einem Grand-Slam-Turnier, das ist doch ein kleiner Unterschied." Mit einem Dreisatzsieg gegen den Franzosen Jérémy Chardy schaffte Sandgren seine Premiere und sicherte sich damit ein Duell mit Wawrinka in der Night-Session in der Margaret Court Arena, der drittgrössten Anlage im Melbourne Park.

Erste Erfahrungen mit grossen Stadien hatte Sandgren bereits im September gemacht, als er am US Open in New York auf dem Centre Court gegen Marin Cilic antreten durfte und immerhin einen Satz gewann. "Es war ein cooles Erlebnis. Und ich habe für meine Verhältnisse ziemlich gut gespielt." Das Duell mit Wawrinka bezeichnet Sandgren als "Big Deal". Bislang habe er noch nicht so viele Möglichkeiten gehabt, sein Können an Major-Turnieren zu zeigen. "Und ich weiss nicht, wie viele Chancen ich noch erhalten werde."

Sandgren geniesst sein Leben als Tennisprofi: das Reisen, die Turniere. "Es macht Spass, und ich bin dankbar dafür." Umso mehr, seit er die Schattenseiten des Spitzensports kennengelernt hat. Im März 2014 unterzog er sich einer Operation des Labrums im linken Hüftgelenk. Wäre er in einer anderen Ära geboren, wäre seine Karriere zu Ende gewesen. Nun ist der 26-Jährige aber wieder fit - und so stark wie noch nie. "Dass Wawrinka erst sein Comeback gegeben hat, ist sicherlich kein Nachtteil für mich." Der Schweizer werde kaum so stark sein, wie wenn er die letzte Saison normal zu Ende gespielt hätte.

Sandgren hofft aber, dass sein Widersacher so schnell wie möglich wieder topfit sein wird. "Es ist grossartig für das Tennis, wenn die Stars gesund sind und sich auf dem Platz bekämpfen." Oft habe er die Besten im TV bewundert, so auch Wawrinka, als er den US-Open-Final 2016 gegen Djokovic an einer Bar verfolgt hatte und dachte: "Wow, diese Jungs sind richtig gut." Nun trifft er selbst im Scheinwerferlicht einer Night-Session auf einem grossen Court gegen den Lausanner an.

Seinen seltenen Vornamen Tennys hat Sandgren in Erinnerung an seinen schwedischen Urgrossvater erhalten. Auch seine Eltern - die Mutter ist Südafrikanerin, der Vater stammt aus Michigan - sowie sein jüngerer Bruder spielten Tennis. Die Antwort auf die nächste Frage nimmt Sandgren gleich vorne weg. Nein, von den Eltern sei er nie gepusht worden, sagt er mit einem Lachen. Auch wenn sein Vornamen dies vermuten lassen könnte.

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SDA-ATS