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Die Weltcup der Skicrosser in Arosa wird abgebrochen. Der stetige Schnellfall verlangsamt die Piste derart, dass die Fahrer die Hindernisse kaum mehr überspringen können.

Nach drei Achtelfinal-Läufen der Männer wurde ein Schlussstrich gezogen. Sechs Schweizer Männer und zwei Swiss-Ski-Fahrerinnen hatten die K.o.-Runden erreicht. Gewertet werden nun die Resultate der Qualifikation. Bester Schweizer ist Marc Bischofberger mit einem 4. Rang, beste Schweizerin Sanna Lüdi mit Position 8.

Aufgrund der prekären Wetterverhältnisse hatten die Organisatoren bereits die Qualifikation um 24 Stunden auf den Dienstag verlegt. Entsprechend gering war der Spielraum am Wettkampftag. "Es war richtig, die Veranstaltung abzubrechen", erklärte der Schweizer Chef-Coach Ralph Pfäffli, "auch wenn wir die schöne Plattform hier gerne in Anspruch genommen hätten."

Eine Verschiebung des Nacht-Spektakels um einen Tag kam aufgrund des knapp bemessenen Weltcup-Kalenders nicht infrage. Die Karawane der Crosser zieht unverzüglich weiter. Am kommenden Donnerstag steht in der österreichischen Station Montafon bereits die nächste Qualifikation an.

Was Pfäffli und die im VIP-Bereich anwesende 25-fache Tennis-Grand-Slam-Siegerin Martina Hingis auf dem tief verschneiten Sprintkurs zu sehen bekommen hatten, "sah nicht toll aus" und erinnerte ihn mehr an ein "Langlaufrennen". Faire Rahmenbedingungen der Athleten seien höher zu gewichten als die TV-Primetime, so Pfäffli. "Vor einem Jahr war alles grün, jetzt liegt richtig viel Schnee."

Mit der offiziellen FIS-Wertung kann Swiss-Ski-Coach gut leben. Dank dem 4. Platz von Marc Bischofberger im Vorprogramm erreichte seine Equipe auf dem Papier in zwei Events zwei Top-4-Klassierungen. Und dass zum Auftakt der Tour zwei von drei Weltcup-Prüfungen witterungsbedingt nicht durchgeführt werden konnten, beunruhigt Pfäffli im Olympia-Winter nicht: "Montafon, zweimal Innichen, zweimal Idre, und vielleicht hängt die FIS in Nakiska ebenfalls noch ein zweites Rennen an - ich mache mir keine Sorgen."

Im Fahrerlager herrschte im Zusammenhang mit dem verfrühten Programmende ebenfalls Konsens. Bischofberger brachte die Message der Mehrheit auf den Punkt: "Schade, aber richtig. Wenn wir unseren Sport so präsentieren müssen, ist es besser, nicht mehr zu fahren."

Aus der Warte des Organisators fühlte sich das Forfait nach wenigen Heats sehr bitter an. "Wir haben die Piste seit drei Uhr morgens hergerichtet, und dann funktioniert es trotzdem nicht. Das ist bedauerlich", kommentierte Tourismus-Direktor Pascal Jenny gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Der Entscheid der FIS-Verantwortlichen war für den früheren Handball-Nationalspieler nachvollziehbar: "Für die Sportler waren die Rahmenbedingungen nicht fair." Als Chef der Wintertourismus-Sparte fand er trotz des allgemeinen Frusts einen positiven Ansatz: "Die dicke Schneedecke wird uns den ganzen Winter über begleiten."

Arosa bleibt wohl auf der FIS-Tour

Ein Verlustgeschäft dürfte die vierte Weltcup-Auflage in Arosa trotz allem nicht sein. "Aber für unsere Partner hätte ich mir natürlich etwas mehr TV-Präsenz erhofft", so Jenny. Die TV-Quoten bei bester Sendezeit fallen womöglich wie im Vorjahr ansprechend aus. Auch deshalb ist in absehbarer Zeit mit einem weiteren vierjährigen Zyklus auszugehen.

"Die Lust von Arosa ist gross, weiterhin bei der Tour mitzumachen", legt sich Jenny fest. Der innovative Sportförderer ist ein glühender Befürworter der olympischen Disziplin: "Eine Alternative im Schneesport gibt es für uns nicht. Sollten wir unser Engagement fortsetzen, bleiben wir beim Skicross."

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SDA-ATS