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Der Thurgauer Stefan Küng muss in der Tour de Suisse sein Leadertrikot nach nur einem Tag wieder abgeben. Neuer Führender in der Gesamtwertung ist der Australier Michael Matthews.

Stefan Küng kämpfte in der 3. Etappe, die über 159,3 km von Menziken nach Bern führte, vehement um das gelbe Emblem, das er tags zuvor erobert hatte. In den Zwischen-Sprints unterwegs sicherte er sich je eine Sekunde Bonifikation, doch 10 km vor dem Ziel fiel er in der hektischen und nicht ungefährlichen Schlussphase im Feld in eine hintere Position. Das liess ich in den engen Strassen der Berner Innenstadt nicht mehr korrigieren. "Aber auch wenn ich noch mitgekommen wäre, so hätte es dennoch nicht gereicht, das Trikot zu verteidigen", musste Küng einsehen.

Denn der spurtstarke Australier Michael Matthews, nur eine Sekunde hinter Küng zur Etappe gestartet, sicherte sich im Endkampf als Sieger 10 Sekunden Bonifikation. Souverän verwies Matthews im Sprint den slowakischen Weltmeister Peter Sagan und den Deutschen John Degenkolb auf die Plätze 2 und 3. Der Australier, der schon in allen grossen Rundfahrten Etappensiege verbuchen konnte, liegt nun in der Gesamtwertung 10 Sekunden vor dem holländischen Giro-Gesamtsieger Tom Dumoulin und 11 Sekunden vor Sagan.

Bester Schweizer des Tages war Michael Albasini, der zum dritten Mal in kurzer Zeit das Podium nur knapp verpasste. Vierter war Albasini am Donnerstag beim GP des Kantons Aargau geworden, Vierter auch tags zuvor in der 2. Etappe. In Bern wurde er diesmal Fünfter. Dadurch ist nun Albasini auch in der Gesamtwertung der beste Schweizer. 20 Sekunden hinter Leader Matthews ist der Thurgauer Gesamt-Fünfter.

Der Däne Lasse Norman Hansen und der Niederländer Elmar Reinders, die Flüchtlinge des Tages, hatten sich schon unmittelbar nach dem Start abgesetzt. Nach knapp 30 lag dieses Duo bereits über acht Minuten voraus, aber ab diesem Zeitpunkt reagierte das Feld. In der Schlussphase liess Hansen seinen Begleiter stehen, aber 13,5 km vor dem Ziel war es auch um den Dänen geschehen.

Das Teilstück vom Dienstag dürfte einen weiteren Umsturz im Gesamtklassement bringen. Das Finale im Waadtland kommt den guten Bergfahrern entgegen. 10 km lang ist der Schlussaufstieg nach Villars-sur-Ollon, mit einer Maximalsteigung von 10,6 Prozent im unteren Bereich.

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SDA-ATS