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Moskau - Die schlimmsten Wald- und Torfbrände in der russischen Geschichte haben zu einem dramatischen Anstieg der Sterberaten in den betroffenen Gebieten geführt. Allein in Moskau und in Nischni Nowgorod starben im Juli und August über 20 Prozent mehr Menschen als im Vorjahreszeitraum.
Das berichtete das russische Staatsfernsehen am Samstag unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. In der Millionenstadt Moskau starben in den beiden Monaten 4000 Menschen mehr - insgesamt 22'000 - als im Vorjahreszeitraum. Hier habe der giftige Smog der Brände bei vielen Bewohnern zum Kreislaufkollaps geführt, hiess es.
Auch in den Regionen um Wladimir (18,4 Prozent), Iwanowo (18,3 Prozent) und Tula (17,3 Prozent), die ebenfalls von den Bränden besonders betroffen waren, sei die Sterberate für Juli und August stark in die Höhe geschnellt.
Während der etwa zwei Monate andauernden Gluthitze mit Temperaturen über 35 Grad Celsius hatte eine Feuerwalze tausende Häuser zerstört und einen Grossteil der Ernte vernichtet. Die Bilder vom schweren Torfbrand-Rauch im Zentrum Moskaus gingen um die Welt.
Die Stadtverwaltung hatte damals an die Bewohner appelliert, die Fenster zu schliessen und auf der Strasse Atemschutzmasken zu tragen. Zehntausende verliessen die Metropole.
Klage abgewiesenEin Gericht habe jetzt eine Klage gegen die Moskauer U-Bahn zurückgewiesen, meldete die Nachrichtenagentur Itar-Tass. Konsumentenschützer hatten der Metro-Verwaltung mangelhafte Belüftung der Züge und Stationen vorgeworfen. Teilweise waren hier fast 30 Grad Celsius gemessen worden.
Die Richter hätten eine besondere Schuld nicht erwiesen gesehen, teilte ein Justizsprecher mit. "In diesem Rekordsommer hätten wir 55 Millionen Kubikmeter Luft kühlen müssen", sagte ein Sprecher der U-Bahn-Betreiber. "Ganz Moskau verbraucht nicht so viel Energie, wie für solche Ventilatoren nötig wären."

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SDA-ATS