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Düsseldorf - Am Mittwoch sind die Filialen der Credit Suisse in Deutschland durchsucht worden. Auslöser ist der Kauf einer mutmasslich gestohlenen CD durch deutsche Behörden. Im Fokus der Razzia standen CS-Mitarbeiter, die der Beihilfe zur Steuerhinterziehung verdächtigt werden.
Staatsanwälte der Staatsanwaltschaft Düsseldorf sowie Steuerfahnder suchten in den 13 deutschen Filialen der Grossbank nach Unterlagen, die diesen Verdacht erhärten könnten.
"Bei den Durchsuchungen ging es ausschliesslich um Mitarbeiter der CS", erklärte Staatsanwalt Johannes Mocken der Nachrichtenagentur SDA - also nicht um Daten von möglichen Steuersündern. Die Beamte würden die Aktion voraussichtlich am Donnerstag beenden.
Die Credit Suisse bestätigte die Durchsuchungen und erklärte, dass sie mit den Behörden zusammenarbeite. Weitere Auskünfte wollte sie mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht erteilen.
Die deutschen Behörden ermitteln seit einigen Monaten gegen 1100 Personen wegen Steuerhinterziehung und systematischer Beihilfe, nachdem das Bundesland Nordrhein-Westfalen eine CD mit Bankdaten gekauft hatte.
Gemäss der Staatsanwaltschaft Düsseldorf stammen die Daten von der Credit Suisse. Die CS hatte im Zwischenbericht zum ersten Quartal erklärt, Hinweise von Kunden legten den Schluss nahe, dass die Bank Opfer eines Datendiebstahls geworden sei. Die Grossbank reichte Strafanzeige gegen Unbekannt ein.
Hausdurchsuchungen
Von den 1100 Verfahren laufen nur 175 in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen). Die übrigen Fälle wurden an Staatsanwaltschaften anderer Bundesländer abgegeben. Daraufhin kam es unter anderem in Bayern und im Saarland zu Hausdurchsuchungen.
Eine zweite CD mit Bankdaten kaufte das Bundesland Niedersachsen gemeinsam mit der Bundesregierung. In Deutschland ist umstritten, ob der Staat solche mutmasslich gestohlene Daten überhaupt erwerben darf. Eine höchst-gerichtliche Klärung gibt es bislang nicht.

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SDA-ATS