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Trotz Rega-Grosseinsatz starben am Piz Vilan im Prättigau im Januar 2015 fünf Skitourengänger durch eine Lawine. Die Schuldfrage wird erneut untersucht.

KEYSTONE/REGA

(sda-ats)

Das eingestellte Strafverfahren zum Lawinenunglück im Prättigau im 2015 mit fünf Toten wird wieder aufgenommen. Im Fokus steht erneut der Verdacht der fahrlässigen Tötung gegen den ehrenamtlichen Skitourenleiter des Schweizer Alpenclubs (SAC).

Die Strafuntersuchung wird aufgrund von zwei Beschwerden gegen die Einstellung des Verfahrens beim Bündner Kantonsgericht wieder aufgenommen, wie Maurus Eckert, Mediensprecher der Staatsanwaltschaft Graubünden, am Donnerstag zu einem Artikel in der "Südostschweiz" sagte. Die Beschwerden von Hinterbliebenen von vier Todesopfern wurden vor Kurzem vom Kantonsgericht gutgeheissen.

Für den Ausgang der Neubeurteilung gibt es laut Eckert zwei Hauptszenarien. Entweder wird die Untersuchung erneut eingestellt oder aber der Tourenleiter wird diesmal angeklagt.

Acht Personen verschüttet

Beim Unfall am Piz Vilan im Prättigau waren acht Personen einer SAC-Skitourengruppe aus dem Aargau bei der Abfahrt Richtung Seewis von einer Lawine erfasst worden. Drei Männer konnten nur tot aus den Schneemassen geborgen werden. Zwei Frauen starben später an den Folgen des Unfalls im Spital. Der an erster Stelle fahrende Tourenleiter war von der Lawine nicht erfasst worden.

Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren zum schwersten Lawinenunglück des Winters 2014/15 letzten Juni ein. Es sei davon auszugehen, dass das Verhalten des Tourenleiters unter Berücksichtigung der Wetter- und Lawinensituation vertretbar gewesen und nicht zu beanstanden sei, schrieb sie.

Bei ihrer Einschätzung stützte sich die Staatsanwaltschaft insbesondere auf ein Gutachten von Sachverständigen des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF.

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SDA-ATS