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Der Zahnimplantatehersteller Straumann hält trotz Kostendrucks an der Produktion Villeret im Berner Jura fest. Das Zertifikat "Swiss made" sei "enorm wichtig", sagte Straumann-Chef Marco Gadola in einem Interview mit der "NZZ am Sonntag".

"Die Patienten vertrauen auf Schweizer Qualität. Gerade bei medizinischen Produkten, die ein Leben lang im Körper bleiben, ist eine akribische Kontrolle aller Produktionsschritte und der Endproduktion unabdingbar", sagte Gadola, der seit dem vergangenen März den Chefposten innehat.

Im Werk Villeret hat Straumann 327 Stellen, am Hauptsitz Basel sind es rund 450. Nachdem das Unternehmen aus Kostengründen weltweit 300 Stellen abgebaut hat, sei nun keine weitere Reduktion mehr geplant. Gadola bekräftigte damit Aussagen, die er schon in der vergangenen Woche bei der Präsentation der Halbjahresergebnisse gemacht hatte.

Der Weltmarktführer Straumann hatte zudem angekündigt, nebst dem sogenannten "Premium"-Segment vermehrt auch preiswertere Produkte anzubieten. Bereits im vergangenen Jahr hat das Unternehmen 49 Prozent des brasilianischen Billiganbieters Neodent gekauft, und es will die Anteile weiter ausbauen.

Produkte von Neodent würden aber nicht unter der Marke Straumann erscheinen, sagte Gadola im Interview.

"Auf einer Packung von Neodent wird nirgends Straumann erwähnt werden. Deren Produkte werden wir auch nicht in Villeret herstellen. Die Marke lancieren wir zudem nur in Ländern, in denen sie Erfolg haben kann", sagt er. In Asien etwa sehe er wenig Chancen, da Brasilien dort nicht für hohe Qualität stehe.

Angesprochen auf den Kaufpreis von Neodent, sagte Gadola: "Lassen Sie es mich so formulieren: Der Kaufpreis basierte auf der Erwartung, dass der brasilianische Markt enormes Potenzial hat. Jetzt boomt Brasilien nicht so, wie man sich das vorgestellt hatte."

Für Neodent, das damals einen Umsatz von umgerechnet rund 80 Mio. Franken erwirtschaftete, bezahlte Straumann 260 Mio. Franken.

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SDA-ATS