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Ein Streikaufruf der syrischen Opposition für Geschäfte, Schulen und Universitäten in Damaskus ist am Mittwoch wohl aus Angst vor Repressionen ergebnislos verhallt. Niemand folgte dem Aufruf. Der Alltag in der syrischen Hauptstadt verlief wie gewohnt.

Dies berichteten Augenzeugen. "Die Menschen hatten Angst vor Verhaftungen", sagte ein Aktivist. Die harte Unterdrückung der Opposition durch das Regime von Präsident Baschar al-Assad halte die Bürger in Damaskus davon ab, ihre Verachtung für das Regime offen zur Schau zu stellen.

Die Facebook-Seite "Syrian Revolution 2011" hatte Geschäftsinhaber und Bildungseinrichtungen dazu aufgefordert, am Mittwoch nicht zu öffnen. Mittwoch werde der Tag der Strafe sein, die die Revolutionäre und Menschen freien Willens über das Regime verhängten, hatte es in dem Aufruf geheissen.

Hunderte Tote

Nach Angaben von Aktivisten würden aber neue Demonstrationen gegen das Assad-Regime in Damaskus und anderen Städten organisiert. In Aleppo löste die Polizei am Dienstag eine Demonstration von rund 2000 Studenten mit Schlagstöcken auf, berichteten Oppositions-Websites.

Seit Beginn der Proteste in Syrien Mitte März wurden nach Schätzungen der Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter 761 Zivilisten und 126 Angehörige der Sicherheitskräfte getötet. Zuletzt führten Militär und Geheimdienst massive Razzien in der westlichen Grenzstadt Tel Kalach durch.

In den vergangenen drei Tagen seien dabei 27 Menschen getötet worden, sagte eine Menschenrechtsanwältin aus Damaskus in der Nacht zum Mittwoch dem arabischen Fernsehsender Al-Dschasira. Tausende Menschen flohen über die Grenze nach Libanon.

Fehler eingeräumt

Syriens Präsident Assad räumte Fehler der Sicherheitskräfte bei der Reaktion auf die landesweiten Proteste gegen sein Regime ein. Er kündigte neue Trainingsmassnahmen für tausende Polizisten an. Assads Kommentar wurde in der Mittwochsausgabe der privaten syrischen Zeitung "Al-Watan" veröffentlicht.

Den syrischen Streitkräften werfen Menschenrechtsgruppen vor, ein Innenstadtviertel der Stadt Homs mit schweren Maschinengewehren beschossen zu haben. Der Beschuss habe am Mittwochmorgen stattgefunden, sagte der Aktivist Mustafa Osso.

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SDA-ATS