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Nach elf Tagen haben die Gewerkschaft Unia und die Streikenden die Blockade des SPAR-Tankstellenshops in Baden-Dättwil AG am Donnerstagnachmittag aufgegeben. Das Gerichtspräsidium Baden hatte eine Aufhebung der Blockade bis 16 Uhr verfügt und mit dem Einschreiten der Polizei gedroht.

Wir haben kein Interesse an einer Auseinandersetzung mit der Polizei", sagte Kurt Emmenegger, Leiter der Unia Region Aargau, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Man wolle vielmehr mit den Verantwortlichen von SPAR endlich verhandeln.

Die Gewerkschaft Unia teilte mit, der Streik werde vor dem SPAR-Hauptsitz in St. Gallen fortgesetzt. Gemäss der Unia nahm die SPAR-Geschäftsleitung am Donnerstagnachmittag einen Gesprächstermin nicht war, obwohl man ein schriftliches Verhandlungsangebot vorgelegt habe. Die Unia spricht von "Hinhaltetaktik".

Die Gewerkschaft verlangte, dass die offenbar ausgesprochenen fristlosen Kündigungen der Streikenden rückgängig gemacht würden. Die Verhandlungen müssten weitergeführt werden. Man sei überzeugt, dass die noch offenen Punkte bei Gesprächen innert nützlicher Frist bereinigt werden könnten.

Die Gewerkschaft hatte am Nachmittag über den Kurznachrichtendienst Twitter mehrmals "alle" dazu aufgerufen, zum SPAR-Hauptsitz in St. Gallen zu fahren.

Mit der Verfügung zur Aufhebung der Blockade hatte das Gerichtspräsidium Baden einem Antrag der SPAR Handels AG entsprochen. Bereits am 6. Juni hatte das Gerichtspräsidium entschieden, die Blocke der Geschäftsräumlichkeiten durch die Streikenden sei unzulässig und unverhältnismässig.

Die Staatsanwaltschaft Baden eröffnete in der Folge gegen verschiedene Personen Strafverfahren wegen Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung. Gegen mehrere Personen läuft auch ein Strafverfahren wegen Nötigung, Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung.

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SDA-ATS