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Aus Protest gegen ein neues Rentenreformgesetz und neue Steuern sind am Donnerstag zum zweiten Tag in Folge keine Fähren aus Piräus und den meisten anderen Häfen des Landes ausgelaufen. Und der Fährstreik geht weiter.

Die Gewerkschaft der Seeleute teilte mit, der Fährstreik werde um weitere 48 Stunden verlängert. Fähren sollen in der Ägäis demnach erst am Sonntagmorgen wieder verkehren. Auch Bauern und Freischaffende streikten am Donnerstag. Den Protesten schlossen sich am Morgen auch die griechischen Medienleute an.

Aus diesem Grund gab es im Radio und Fernsehen keine Nachrichtensendungen. Dieser Streik sollte am Freitagmorgen um 6 Uhr Ortszeit enden. Viele Griechen informierten sich über die griechisch-zyprischen Radio- und Fernsehsender.

Tausende Bauern setzten ihre seit gut einer Woche andauernden Proteste fort. An mehreren Stellen sperrten sie mit Traktoren vorübergehend wichtige Strassenverbindungen und Grenzübergänge. Am Grenzübergang zu Bulgarien bei Promachon-Kulata entstand ein langer Lastwagen-Stau.

Augenzeugen berichteten, die Landwirte liessen nur Autos durchfahren. Es sei immer wieder zu Streitigkeiten und Rangeleien zwischen Landwirten und Lastwagenfahrern gekommen.

In Thessaloniki musste die Eröffnung einer Landwirtschaftsausstellung wegen Ausschreitungen abgesagt werden. Die Polizei setzte Tränengas ein, um rund 2000 aufgebrachte Bauern davon abzuhalten, den Eingang der Ausstellung zu erstürmen. Agrarminister Evangelos Apostolou sollte sie am Abend eröffnen. Die Organisatoren sagten daraufhin die Feierlichkeiten ab. Zuvor hatten im Zentrum der Stadt nach Polizeiangaben mehr als 10'000 Landwirte gegen die Rentenreform demonstriert.

Nächste Woche "Generalstreik"

Rechtsanwälte und Notare legten bis Freitag die Arbeit nieder. Am 4. Februar sind umfangreiche Streiks angesagt, die Gewerkschaften sprechen sogar von einem "Generalstreik".

Die Rentenkürzungen sind eine Bedingung der Gläubiger Griechenlands für Finanzhilfen. Die Reform sieht im Durchschnitt Kürzungen von 15 Prozent für alle Personen vor, die in Rente gehen. Zugleich sollen die Rentenbeiträge erheblich steigen. Regierungschef Alexis Tsipras hat wiederholt gewarnt, dass das Rentensystem ohne Reform bald zusammenbrechen könnte.

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SDA-ATS