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Die Zwillingskamine auf dem Raduner Areal in Horn TG wurden im November 2015 gesprengt. Die Industriebrache war zuvor bei einem Grossbrand weitgehend zerstört worden (Archivbild)

KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

(sda-ats)

Die Sanierung des mit Chemikalien verseuchten Raduner-Areals am Bodensee in Horn TG beschäftigt jetzt das Bundesgericht. Dieses muss entscheiden, ob der Kanton von der Konkurs gegangenen Firma Raduner 8,3 Millionen Franken Erlöse aus Landverkäufen einfordern kann.

Laut einer Mitteilung des kantonalen Bau- und Umweltdepartements vom Montag hat der Kanton einen Etappensieg vor dem Thurgauer Obergericht errungen. Dieses hat entschieden, dass die 8,3 Millionen Franken im Konkursverfahren bleiben. Die Gegenseite hat das Urteil jedoch nicht akzeptiert und ans Bundesgericht weitergezogen.

Die ehemalige Textilfabrik Raduner & Co. AG hat als Verursacherin den Hauptanteil der Kosten für die Sanierung des verseuchten Areals zu tragen. 2009 verkaufte die Firma rund zwei Drittel des Areals an bester Wohnlage am See an eine Zürcher Baufirma. Der Erlös von 8,3 Mio. Franken ging an die Raduner-Hauptaktionärin.

Kurz darauf meldete die Firma Raduner die Liquidation und später den Konkurs an. Im Konkursverfahren stehen praktisch keine Aktiven mehr zur Verfügung, wodurch der Kanton den Löwenanteil der Sanierungskosten tragen müsste. Dies könnte sich ändern, falls der Kanton vor Bundesgericht Recht bekommt.

Steuerzahler schonen

Der Kanton fordert Millionenbeträge, die im Vorfeld des Konkursverfahrens verschoben wurden zurück, "damit die Steuerzahler nicht mehr als nötig belastet werden", wie es im Communiqué heisst. Es solle sich niemand seinen Verpflichtungen auf Kosten der Allgemeinheit entziehen können.

Wie viel die Sanierung des 44'000 Quadratmeter grossen Areals in Horn insgesamt kosten wird, ist nicht bekannt. Die Zürcher Baufirma hat den von ihr erworbenen Teil - rund 33'000 Quadratmeter - für rund 30 Mio. Franken saniert. Noch immer verschmutzt ist der Rest des ehemaligen Fabrikgeländes.

Für dessen Sanierung muss Raduner 90 Prozent der Kosten tragen. Die Raduner & Co. AG hatte in Horn über Jahrzehnte Stoffe veredelt. Dabei wurde der Boden des direkt am See gelegenen Firmengeländes mit giftigen Chemikalien, vor allem chlorierten Kohlenwasserstoffen, verseucht.

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SDA-ATS