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Im Jemen haben Streitkräfte am Dienstag die von Studenten besetzte Universität in der Hauptstadt Sanaa gewaltsam gestürmt. Laut Augenzeugen gingen die Soldaten mit Tränengas und Gummigeschossen gegen die jungen Männer und Frauen vor.

Die Studenten hatten für einen Rücktritt von Präsident Ali Abdullah Saleh demonstriert. Nach Angaben von Ärzten wurden mehrere Dutzend Menschen verletzt, viele von ihnen schwer. Zunächst war von gegen 100 Verwundeten die Rede, danach von mindestens 65.

Laut Augenzeugen hatten Polizisten und Sicherheitsbeamte in Zivil auf die Menschen geschossen. Die staatliche Nachrichtenagentur Saba berichtete indes, die Schüsse gingen auf das Konto eines Stammesführers. Drei Demonstranten und drei Polizisten seien dabei verletzt worden.

Häftlinge protestieren mit Meuterei

Auch etwa 2000 Häftlinge protestierten - mit einer Meuterei in einem Gefängnis in Sanaa. Der Aufstand habe am Montag begonnen, berichtete ein Behördenvertreter am Dienstag. Die Häftlinge hätten mehrere Wachleute als Geiseln genommen und bessere Haftbedingungen gefordert.

Das Sicherheitspersonal habe Tränengas eingesetzt und in die Luft geschossen. Mindestens ein Häftling kam ums Leben. 80 Menschen wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte.

Im Jemen wird seit Wochen gegen die Regierung protestiert. In Sanaa war die Lage am Dienstag angespannt. Die Streitkräfte liessen Panzerwagen auffahren und besetzten wichtige Kreuzungen und Zufahrten zum Präsidentenpalast sowie zur Zentralbank.

Auch in anderen Städten

In mehreren Städten der Provinz Ibb beteiligten sich Zehntausende an Protesten gegen das gewaltsame Vorgehen von mutmasslichen Regierungsanhängern.

Auch aus den Provinzen Dhamar, Schabwa, Hadramaut und Tais wurden Proteste gemeldet. Nachdem am Montag ein junger Demonstrant von einer Kugel schwer am Kopf verletzt worden war, schloss sich am Dienstag eine Gruppe Frauen einem Protestzug in der Hafenstadt Aden im Süden des Landes an.

In den vergangenen Wochen kamen bei Zusammenstössen zwischen Regierungsanhängern und Demonstranten im Jemen mindestens 27 Personen ums Leben.

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SDA-ATS