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Die afghanischen Taliban wären um des Friedens willen eventuell zum Bruch mit der Extremistenorganisation Al-Kaida bereit. Zu diesem Ergebnis kommen die beiden in Kandahar ansässigen Autoren Alex Strick von Linschoten und Felix Kühn in ihrer Studie.

Allerdings lasse die Politik der USA, Führer der Taliban zu töten, eine jüngere und radikalere Generation von Kämpfern heranwachsen, die weniger an einer Friedenslösung interessiert seien. Das verändere die islamistische Gruppe "und verschafft der Al-Kaida unbeabsichtigte Möglichkeiten, ihre Ziele zu erreichen"

Erkenntnissen der Verfasser zufolge waren die Beziehungen zwischen den Taliban, die Afghanistan von 1996 bis 2001 regierten, und der Al-Kaida vor und nach den Anschlägen vom 11. September 2001 gespannt. Der Grund sei in den unterschiedlichen ideologischen Wurzeln beider Organisationen zu suchen.

Die Al-Kaida entstammt dem radikalen Islamismus im Mittleren Osten und entwickelte im Krieg gegen die Sowjetunion eine eigene Sicht auf den Heiligen Krieg. Dagegen wuchsen die Führer der Taliban in der Abgeschiedenheit des ländlichen afghanischen Südens auf. Viele von ihnen waren zu jung, um eine grosse Rolle im Kampf gegen die UdSSR spielen zu können.

In der zweiten Hälfte der 90er Jahre, so die Autoren, waren die Beziehungen zwischen Taliban und Al-Kaida oftmals gespannt. Beide Gruppen hätten zu wenig voneinander gewusst.

Die Taliban seien auch nicht in die Pläne der Al-Kaida eingeweiht gewesen, Ziele in den USA wie das World Trade Center in New York anzugreifen: Die aussenpolitisch unerfahrenen Afghanen wurden, so die Autoren, von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden manipuliert.

Der Bruch zwischen Taliban und Al-Kaida - für die USA eine Grundvoraussetzung für Friedensgespräche - ist den Autoren der Studie zufolge nicht so schwer zu bewerkstelligen wie allgemein gedacht.

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SDA-ATS